Gemeinsamer Internet-Auftritt des Wittener Einzelhandels?

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Taras Lastowski: „Erhöht werden die Sichtbarkeit online und die Frequenz offline, was langfristig zu einer Umsatzsteigerung führen wird.“

Die Idee einer gemeinsamen Online-Plattform von Wittener Einzelhändlern wurde kürzlich bei einer Veranstaltung des Stadtmarketings im Rathaus vorgestellt. Taras Lastowski, Leiter des Unternehmens „Logotio Design“, präsentierte dabei seine Vision einer gemeinsamen Webseite.

Als Fernziele nannte er, mehr Umsätze zu generieren und den Standort Witten als Einkaufort attraktiver zu machen. Dies könne nur durch das Herausarbeiten eines Mehrwerts geschehen.
Bei seiner Projektvorstellung hob Taras Lastowski den Synergieeffekt hervor, der entstehen könnte, wenn sich alle Einzelhändler mit einer eigenen kleinen Homepage präsentieren würden, die auf einer großen Plattform vernetzt sind. Durch wenige Mausklicks werde es möglich sein, beispielsweise schnell ein passendes Geburtstagsgeschenk zu finden, auf einen Blick zu sehen, welche Wittener Geschäfte abends länger geöffnet haben, oder über neue Artikel und die Frage „Wo finde ich Artikel XY“ informiert zu werden.
„Erhöht werden dadurch“, so Taras Lastowski, „die Sichtbarkeit online und die Frequenz offline, was langfristig zu einer Umsatzsteigerung führen wird.“ Als Möglichkeiten der Verbreitung nannte der Experte unter anderen Zeitung, E-Mail, Mundpropaganda, Facebook und You Tube.
Im Idealfall könnten 50 Prozent der Kosten zwei Jahre lang über das Projekt „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“ der Landesregierung NRW gedeckt werden. Der entsprechende Antrag müsste allerdings bereits bis Mitte Oktober eingereicht werden, und ob das Projekt als förderwürdig eingestuft wird, würde sich erst dann zeigen.
Die Idee des entstehenden Mehrwerts kam durch die Bank bei allen anwesenden Geschäftsleuten sehr gut an. Angemerkt wurde von ihrer Seite allerdings die Notwendigkeit, dass möglichst viele Geschäfte involviert seien müssten, damit das Vorhaben gelingen kann. Diesbezüglich wurde angezweifelt, ob man tatsächlich entsprechend viele Einzelhändler in Witten zur Teilnahme am Projekt motivieren könne. Zur Diskussion stand, ob die Auffindbarkeit der Seite bei der Suchmaschine „Google“ mit einem entsprechend hohen Ranking gewährleistet sei. Kritisiert wurde, dass man sich, quasi „von Null auf Hundertachzig“ entscheiden müsse, schließlich bliebe bis zu einer möglichen Antragstellung auf Förderung beim Land, die ohnehin ungewiss ist, nur wenig Zeit.
Erstes Fazit: viel Begeisterung, aber mehr Skepsis – die Wittener Einzelhändler werden noch einige Nächte über ihre Entscheidung pro oder contra gemeinsamer Internetauftritt schlafen, bevor sie ihre Entscheidung treffen.
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