"übernacht" im KunstWerk - Kunst und Kultur ohne K.o.

11. Dezember 2010
18:00 Uhr
Neheim, Arnsberg
18Bilder

Es war ein Versuch - der vollends aufging: Das Projekt der Künstler und Kreativen aus dem KunstWerk hat sich - sozusagen - „übernacht“ - einen bleibenden Namen gemacht.
Man hatte sich etwas vorgenommen im Neheimer KunstWerk: Über zehn Stunden (!) hielt man die Türen des Hauses auf allen Etagen weit geöffnet. So weit, dass Hunderte von Gästen, Besuchern, Nachbarn und Gönnern hier ausreichend Platz fanden.
Schon gegen 22 Uhr war am Samstag eine erste Rekordmarke bei der Besucherzahl geknackt - rund 400 Gäste hatten bis dahin den Weg ins Haus gefunden. Insgesamt waren es wohl über den Abend und die Nacht hinweg verteilt über 500 Gäste, die sich das bislang einmalige Angebot in Neheim nicht entgehen lassen wollten. Und ihnen wurde einiges geboten.
Auf allen Etagen brachten sich die Kreativen des Hauses ein: Industriedesigner, Künstler, Bildhauer, Fotografen, Designer, Ton-Fachleute - einfach alle, die tagein und tagaus mit dem Haus zu tun haben, waren begeistert bei der Sache. Dabei wurden nicht einfach nur die Büros und Produktionsstätten offen gehalten. Nein, überall gab es mehr als den Berufsalltag der Kreativen zu sehen.
„Wir wollten allen zeigen, wie und wo wir arbeiten“, so Rainer Gründel vom Designforum Arnsberg und Nikolaus für eine Nacht. Stimmungsvoll beleuchtet hatte das KunstWerk schon von Ferne auf den Inhalt neugierig gemacht, und die Besucher wurden nicht enttäuscht.
Neben der Kunst in allen Facetten, die bis unter das Dach zur Werkstattgalerie „der Bogen“ reichte war es vor allem das Kulturprogramm, das die Gäste mitriss. Für nur sagenhafte drei Euro Eintritt holte man die Jazz-Blues-Formation „Accord en bleue“ auf die Bühne, sorgt mit Layla Zoo für rockige Stimmung und begeisterte zur späten Stunde die Fans noch mal mit Henrik Freischlader.
Wer erwartete, im KunstWerk Bekanntes zu finden kam nicht ganz auf seine Kosten. Bekannte ja, aber einige neue Ausstellungen und Projekte, mit deren Eröffnung man bis zur Aktion „übernacht“ gewartet hatte, durften die Gäste live miterleben. So zeigte zum Beispiel Fotograf Christoph Meinschäfer die neuen Fotografien einer Ausstellung „Ich sehe was, was du nicht siehst“ mit 60 Fotografien autistischer Künstlerinnen und Künstler in Deutschland.
Der Holzbildhauer Sebastian Betz stellte aktuelle Arbeiten im Bogen aus, wo selbstverständlich alle Künstler ihre Ateliers geöffnet hatten.
Besonders imposant waren die Eindrücke rund um das Foto-/Videoprojekt „Zeitmaschiene“ von Christoph Meinschäfer und Peter Schulte, das am Samstag mit Unterstützung der Stadt Arnsberg eröffnet wurde. Besucher der so genannten „Zeitmaschiene“ waren dabei aufgerufen, eigene Zeit gegen Spende zu verschenken. „Wir wollen damit die Organisation Ärzte ohne Grenzen unterstützen“, so Mitinitiator Meinschäfer. Außerdem sei geplant, mit der „Zeitmaschiene“ auf Reisen zu gehen.
„übernacht“ ist auf dem besten Weg in Neheim eine Tradition zu begründen...

Autor:

Frank Albrecht aus Arnsberg

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