Feuerwehren aus Arnsberg, Breitenbruch und Wennigloh meistern komplexe Übungslage

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  Arnsberg: Zur Schefferei | Arnsberg. Ein komplexes Übungsszenario hatte der Basislöschzug 2 der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Arnsberg im Rahmen seiner Jahres-Hauptübung am Freitag, den 07. Juni auf dem Gelände der Sauerländer Spanplatten GmbH & Co. KG in Arnsberg zu bewältigen. Unterstützt vom Fernmeldedienst der Stadt-Wehr stellten sich die Einheiten aus Arnsberg, Breitenbruch und Wennigloh, die in dem Basislöschzug organisatorisch und einsatztaktisch zusammengeschlossen sind, der folgenden Lage:

In einer Halle im Erdgeschoss des Betriebes war es im Bereich des sogenannten „Trogkettenförderers“ bei Schweißarbeiten zu einem Brand gekommen. Zwei Personen wurden vermisst. Ein Mitarbeiter wollte die Maschine anhalten und wurde dabei in der Kette des Motors eingeklemmt. Erschwert wurde die Übungslage durch einen angenommenen Defekt an der Maschine, die wieder anzulaufen drohte. Zudem wurde eine auf dem Dach eines Turms befindliche Person durch den Brandrauch bewusstlos und musste gerettet werden. Eine Person war außerdem unter einem Container eingeklemmt, die es ebenfalls aus dieser Notlage zu befreien galt.

Unter der Leitung des Arnsberger Löschzugführers David Mannchen machten sich die mit insgesamt rund 60 Rettungskräften und 10 Fahrzeugen angerückten Einheiten umgehend daran, die notwendigen Rettungs- und Brandbekämpfungsmaßnahmen einzuleiten. Die vom Löschzug Arnsberg durchgeführten Löscharbeiten im Erdgeschoss gingen zügig vonstatten, und auch der in der Motorenkette eingeklemmte Arbeiter im höher gelegenen Maschinenhaus war von den Rettern der Löschgruppe Breitenbruch rasch befreit. Währenddessen kümmerten sich die Rettungskräfte aus Wennigloh um die unter dem Container eingeklemmte Person, bevor sie sich dem leblosen Arbeiter auf dem Turm zuwandten und diesen mit einem Sicherungsgurt und einer Schleifkorbtrage aus luftiger Höhe retteten. Der Fernmeldedienst koordinierte derweil die Kommunikation an der weitläufigen und verwinkelten Einsatzstelle.

Der Geschäftsführer der Sauerländer Spanplatte Hubertus Flötotto wiederum hatte eine Gruppe Jugendfeuerwehrleute um sich geschart und vermittelte Ihnen während eines spannenden Rundgangs über das Werksgelände die Aufgaben der einzelnen Betriebsbereiche und erklärte ihnen, warum eine enge und gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr für den holzverarbeitenden Betrieb von existenzieller Bedeutung ist. Die jungen Brandschützer hörten sehr interessiert zu und gewannen viele unmittelbare Eindrücke aus der Arbeitswelt.

Basislöschzugführer Stefan Beule, der die Übung ausgearbeitet hatte, konnte im Rahmen einer abschließenden Übungsnachbesprechung ein positives Fazit dieser realitätsnahen Ausbildung ziehen: „Die Brandbekämpfung und die Menschenrettung haben schnell und gut geklappt. Optimierungspotenziale im Bereich der Kommunikation und der Gliederung der Einsatzstelle haben wir erkannt und werden sie zur weiteren Verbesserung unserer Schlagkraft analysieren.“ Der stellvertretende Leiter der Arnsberger Feuerwehr Martin Känzler, der als Übungsbeobachter ebenfalls vor Ort war, unterstrich diese Erkenntnisse und dankte den Einsatzkräften sowie den Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr für ihr Engagement und die erneut für das Feuerwehr-Ehrenamt geopferte Zeit.

Eine besondere Überraschung hielt Stefan Beule anschließend für drei Angehörige des Basislöschzugs bereit: Er konnte ihnen auf Grund ihrer in der Feuerwehr erbrachten Leistungen Beförderungsurkunden überreichen. So wurden Johannes Adams und Nils Becker unter dem Applaus ihrer Kameradinnen und Kameraden von Feuerwehrmann-Anwärtern zu Feuerwehrmännern und Oberfeuerwehrmann Carsten Döring zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

Ein ganz besonderer Dank der Arnsberger Feuerwehr gilt der gastgebenden Firma Sauerländer Spanplatten und ihrem sympathischen Geschäftsführer Hubertus Flötotto für die Überlassung des Betriebsgeländes und die nach der Manöverkritik bereitgestellte Verpflegung. Zudem überreichte er Martin Känzler und Stefan Beule zwei Schecks, mit denen die Arbeit der Jugendfeuerwehr und der Einsatzabteilung gefördert werden solle. Die beiden Wehrmänner, die sich über diese unerwartete Unterstützung sehr freuten, dankten Herrn Flötotto und versprachen, die Mittel im gewünschten Sinne zu verwenden. Martin Känzler: „Eine solch partnerschaftliche Kooperation zwischen Feuerwehr und Industrie ist sicherlich als vorbildlich und beispielgebend zu bezeichnen. Wir würden uns freuen, wenn dieses positive Beispiel Schule machen würde.“
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