Nimwegen erwacht... Gemälde von Peter Job

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Natürlich nicht wie eine Großstadt wie Paris (“il est cinq heures, Paris s'éveille“), sondern wie eine Provinzstadt vor dem Krieg. Damals sah man noch viele Kirchtürme, die Peter Job getreu im Mondlicht malte. Das Rheinwasser floss in seiner Mächtigkeit an ihm vorbei, die vertäuten Schiffe schaukelten, in der Ferne beleuchteten Laternen die Waalkade. Die „alte Kaiserstadt“, wie Nimwegen sich gerne nannte, erlebte ruhige Zeiten. Im ersten Weltkrieg war Holland neutral geblieben, doch bald nach dem Frieden berichteten Zeitungen in Nimwegen bereits über Raub an Juden mit niederländischem Pass durch deutsche Zollbehörden und Polizei. Die Geschädigten wurden im Klever Schwanenturm eingesperrt. Noch bevor der Faschismus die Macht ergriff, hatte er schon die Gesinnung der Polizei ergriffen. Es war nur eine Frage der Zeit bis man sich richtig ausleben konnte. Am 22 Februar 1944 warfen amerikanische Flieger Bomben auf das Zentrum der Stadt und trafen auch das eigentliche Ziel, den Bahnhof. Über Leichen sei sie gestiegen als sie nach Hause ging, erzählte meine Mutter die in der Innenstadt gearbeitet hatte. Mehr als 800 Tote waren zu beklagen durch ein Verbrechen das lange totgeschwiegen wurde. Der Wiederaufbau der Stevenskirche (rechtsunten vom Mond) erfolgte von 1953 bis 1969, so dass wenigstens ein Teil der Silhouette die Peter Job vor Augen hatte wiederhergestellt wurde.
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