ExtraSchicht 2015: Bochum wieder mittendrin

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Als fester Austragungsort zahlreicher kultureller Großereignisse hat sich die Jahrhunderthalle Bochum nicht nur national einen Namen gemacht. (Foto: Molatta)
 
Das Bergbau-Musem gehört als Spielort seit der ersten Extraschicht dazu. (Foto: Molatta)

Die ExtraSchicht feiert 2015 ihren 15. Geburtstag. Mit 19 Städten, 45 Spielorten und 500 Events lädt am kommenden Samstag, 20. Juni, die Nacht der Industriekultur zwischen 18 und 2 Uhr wieder zu einem Kulturfest der Region ein. Bochum ist mittendrin – nicht nur geografisch.

Fünf Jahre nach der Kulturhauptstadt findet das Motto „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“ seine Fortsetzung. 2 000 Künstler und 200 Kooperationspartner überall im Ruhrgebiet machen es möglich.

Bergbau-Museum


Das Deutsche Bergbau-Museum ist das bedeutendste Bergbaumuseum der Welt und international aktiv. Auf seinen Forschungsprojekten basieren die großen Sonderausstellungen im „Schwarzen Diamanten“, seinem Erweiterungsbau. Das Highlight ist das Anschauungsbergwerk unter Tage. Hier erleben die Besucher die Welt der Bergleute hautnah. Vom Fördergerüst, dem Wahrzeichen der Stadt Bochum, haben sie einen herrlichen Ausblick auf das Ruhrgebiet.

Künstler treffen auf Kulisse


Zur ExtraSchicht erstrahlt das Gebäude in leuchtenden Farben. Sein Innenhof ist spektakuläre Kulisse für Akrobatik, Comedy und Live-Musik, die Lasershow setzt den Höhepunkt des Abends. Dazu gibt es akustisch inszenierte Grubenfahrten und Fahrten auf den Förderturm.
Am Eingang begrüßt die Stelzen-Performance von Chapeau Bas die Besucher. Am Fuß des Förderturms erzählen RatzFatz & Jakob Lohmann bezaubernde Geschichten mit ihrer Akrobatik, während Jens Ohle mit Stunts und Comedy brilliert. Sein Zaubertrick inklusive funkensprühender Flex macht selbst den Künstler fassungslos.
Eine Feuershow liefert den spektakulären Abschluss im Innenhof. Zwischen den Acts tanzen die Besucher zur Live-Musik der Jim Rockford Band feat. Albert N’Sanda. Finale: die große Laser- und Musikshow auf dem Vorplatz.

Jahrhunderthalle


Die Jahrhunderthalle und der Westpark – ein Festspielhaus der Industriekultur, Naherholungsoase im Revier. An diesem Ort offenbart sich der Transformationsprozess einer ganzen Region. Einst repräsentative Ausstellungshalle der Jahrhundertwende, dann imposante Gaskraftzentrale des Bochumer Vereins, eines der ehemals größten Hüttenwerke der Region, nun renommierte Kulturkathedrale mit Gebäudeensemble in einer neuen urbanen Parklandschaft.

Erlebnis.Raum.


In diesem Jahr werden die Besucher dazu eingeladen, bekannte Bühnen und Räume aus einer anderen Perspektive zu erleben. Ein neues Beleuchtungskonzept, riesige Liegeflächen in der Halle und Artistik vor, an und zwischen den Kühltürmen, mit der Sonne als Bühnenhintergrund, laden zum Genuss des längsten Tages im Jahr ein.
Klang.Raum: Das Klavier-Festival Ruhr präsentiert internationale Nachwuchs-Talente der Musikhochschulen aus der Region wie gewohnt in Marathon-Form. Im Mittelpunkt stehen Werke skandinavischer Komponisten sowie Kompositionen von Alexander Skrjabin.
Ruhe.Raum: Die Haupthalle wird leer und pur präsentiert. Riesige Kissenlandschaften laden darin zum Verweilen ein.
Poesie.Raum: Das Beste, was in den letzten Jahren der ExtraSchicht im Poetry Slam geboten wurde, wird aus Anlass des Jubiläums in wenigen Stunden zusammengefasst.
Frei.Raum: Ausgehend von den Wasserwelten und vor der einzigartigen Kulisse der Kühltürme wird mit Tanz und Theater, Parkour, Luftakrobatik und anderen Performance-Künsten zusammen mit Live-Musik aus Klassik, Neuer Musik und Jazz das gesamte Gelände in allen Dimensionen des Raumes stimmungsvoll bis spektakulär zu neuem Leben erweckt.
Maschinen.Raum: In einer weniger bekannten Halle des Geländes schlummern zwei Giganten des Industriezeitalters. Wort-, ton- und bildgewaltig erzählen die Akteure die hier entdeckten Geschichten von Verhältnissen zwischen Menschen und Maschinen.
Tanz.Raum: Ab Mitternacht lädt die Betonbühne unter dem Wasserturm mit DJ Gärtner der Lüste zum stimmungsvollen Ausklang der langen Nacht der Industriekultur.

Eisenbahnmuseum


Stilecht mit dem „Schweineschnäuzchen“ genannten Schienenbus anreisen und bei Führungen eine Technik kennenlernen, die einst die Zeit der Welt verändert hat und bis heute Menschen mit ihrer urtümlichen Kraft begeistert: Willkommen im Eisenbahnmuseum, dem ehemaligen Bahnbetriebswerk in Dahlhausen. Hier kann man sich in eine vergangene Zeit zurückversetzen lassen. Das „Schnäutzchen“ rollt im Pendelverkehr zwischen S-Bahnhof Dahlhausen und dem Museum. Dazu werden Draisinenfahrten angeboten. Zudem gibt es Theater und Musik. Eine perfekter Treffpunkt ist der Biergarten, hier können sich die Besucher mit frisch Gegrilltem für eine lange Nacht stärken.

Kultur im Schuppen


Zum fünften Mal gestaltet die Theodor-Körner-Schule das Hauptprogramm des Museums. Die Theater-AG und das Kleine Ensemble präsentieren mit „Ödipus 2.0“ eine heitere Inszenierung, in der zwei Meisterdetektive unterschiedlicher Epochen, Sherlock Holmes und König Ödipus, zusammengeführt werden. Im Lokschuppen lockt eine Kunstausstellung und ein Chor sorgt am Biergarten für rockige, stimmige Songs zum Mitträllern.

Zeche Hannover


Wie eine mittelalterliche Burg ragt der wuchtige Malakowturm der Zeche Hannover in den Himmel über Bochum. Innen bieten sich eindrucksvolle Blicke in die Stahlarchitektur der 120 Jahre alten Fördertechnik. Herzstück der ehemaligen Krupp-Zeche ist die mächtige Dampffördermaschine von 1893, die älteste ihrer Art im Revier. Im Kinderbergwerk Zeche Knirps können die Kleinsten Bergbau hautnah erleben.

Erst die Arbeit und dann …


Krachende Comedy, mitreißende Kompositionen, imposante Illuminationen und Technik in Bewegung präsentiert die Zeche ExtraSchicht. Blicke in die Geschichte der Arbeit wechseln sich ab mit Arbeit für die Lachmuskeln und virtuosen Kompositionen.
Arbeit ist nur das halbe Leben. Die Ausstellung „Wanderarbeit“ zeigt die Geschichte von Arbeit, Mobilität und Migration. Dem Mythos vom Schmelztiegel Ruhrgebiet spüren die Comedians Roberto Capitoni und Abdelkarim nach – der eine ist ein heißblütiger Italiener aus dem Allgäu, als Wanderarbeiter im Revier unterwegs, der andere gebürtiger Westfale mit marokkanischen Wurzeln.
Ein virtuoses Crossover liefern die New Polish Tunes von Robert Kusiolek (Akkordeon, Bandoneon), Elena Chekanova (Live-Elektronik, Klangobjekte) und Grzegorz Nowara (Tuba), präsentiert von der Bochumer Initiative Kosmopolen.

Planetarium


Das Zeiss Planetarium ist das einzige Großplanetarium im Ruhrgebiet und seit über 50 Jahren ein Wahrzeichen Bochums. Über 235 000 Besucher pro Jahr erleben, wie der Tag zur Nacht wird, tauchen ein in ferne Welten und begeben sich auf atemberaubende Raumreisen zu Millionen von Lichtjahren entfernten Galaxien.

Vom Weltraum ins Revier


Geboten werden eine LED-Video-Show im Außenbereich, eine Kopfhörerparty und als Höhepunkt die 360-Grad-Kuppel-Show mit einer atemberaubenden Raumreise, der Schönheit kosmischer Landschaften und „dem schönsten Himmel des Ruhrgebietes“.
Schon im Außenbereich werden die Besucher durch eine Weltraum-Show auf einer großformatigen LED-Videowand in eine „außerirdische“ Stimmung versetzt. Im Umgang des Planetariums wird eine Kopfhörer-Videoparty gefeiert und die Kuppel zeigt 3D-Raumreisen durch das faszinierende All und zu den musikalischen Welten von Pink Floyd bis Peter Maffays „Tabaluga“. Der kleine grüne Drache wird anwesend sein.

Brauerei Fiege


Mitten im Zentrum Bochums braut seit 1878 die Privatbrauerei Moritz Fiege. Ehrlichkeit, Bodenständigkeit und Stolz auf handwerkliche Qualität prägen die Region und die Brauerei.

Genießen, erleben, mitsingen


Lieblingslieder singen und Staunen bei Fiege: „Singen macht glücklich“, behauptet die Kölner Musikerin Katrin Höpker. Wenn Sie zum Gesang bittet, singen wirklich alle mit – Fingerschnippen und Füßewippen inklusive. Mit Einbruch der Dunkelheit erscheint der Brauhof wie von einer anderen Welt. Fantastische 3D-Lichteffekte verzaubern Fenster und Mauervorsprünge. Die Grenzen zwischen Realität und Illusion verschwimmen.
Außerdem gibt es Besichtigungen des historischen Teils der Brauerei (letzter Einlass 1 Uhr), Live-Musik mit der Musikschule Bochum, Illumination der Gebäude und Lichtinszenierungen mit 3D-Video-Animation zwischen 21 und 2 Uhr auf dem Brauhof.
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