Stolperstein-Putz-Aktion der Naturfreundejugendgruppe

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Jugendliche der Naturfreundejugend Bochum-Langendreer

Sehr ergriffen waren die 11 Jugendlichen und jungen Erwachsenen unserer Naturfreundejugendgruppe (im Alter von 15 bis 20 Jahren), als sie sich gestern am späten Nachmittag zu einer Stolperstein-Putz-Aktion getroffen haben.

An vier Stationen hat unsere Naturfreundejugendgruppe gestern (12.05.) Stolpersteine geputzt und sich mit den dahinter liegenden Lebensgeschichten beschäftigt. Dazu hatten sich unsere Jugendlichen einen befreundeten Historiker eingeladen, der zu jedem Stolperstein von den Menschen berichten konnte, an die damit erinnert wird.

Etwa an die Geschichte der jüdischen Familie Jacob, die 1942 ins Ghetto der polnischen Stadt Zamosc deportiert wurden und deren Schicksal wie bei so vielen, die in den Vernichtungslagern umgebracht wurden, unbekannt ist.
Oder auch das Schicksal der Bochumer Kaufmannsfamilie Rosenberg, deren Eigentum zu einem Großteil während der sog. Reichskristallnacht vernichtet wurde und deren Wohnhaus in der Neustr. 17. im Zuge der sog. Arisierung gestohlen wurde, und die dort bis zu ihrer Deportation ins Vernichtungslager Belzec zur Miete lebten.

Lebendige Erinnerungsarbeit

Für unsere Jugendlichen ist das eine lebendige Erinnerungsarbeit an die Verfolgung, den Holocaust und auch den Widerstand während der NS-Herrschaft in Bochum. Damit würdigten die jungen Leute auch die Rolle der Arbeiter*innenbewegung, die für uns als Jugendverband mit Traditionen natürlich eine besondere Bedeutung hat.

Wir haben uns damit - wie zahlreiche andere Organisationen - einer Aktion des Kinder- und Jugendrings anlässlich des Tags der Befreiung am 8.5. beteiligt.
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Marion Kamerau aus Bochum | 13.05.2016 | 15:50  
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