Stadtwerke sponsern Spitzensport gebremst weiter

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Die Stadtwerke Bochum und der TV 01 - das ist eine gewachsene Verbindung, wie hier auf den Trikots der beiden Sprinter Julian Reus und Alexander Kosenkow gut sichtbar wird. Foto: TV 01

Der Profifußball vermarktet sich in der heutigen Zeit beinahe wie von selbst. Dies gilt allerdings vor allem für die Spitzenvereine im Lande. Ein seit mehreren Jahren in der 2. Liga hinterherhinkender Verein wie der VfL Bochum - die laufende Saison einmal ausgeklammert - tut sich da schon etwas schwerer. Dies gilt auch für die Leichtathletik, hier ist jedoch selbst der erstklassige Sport nur mit größter Mühe finanzierbar.

So hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke Bochum jetzt einen vor drei Jahren gefassten Beschluss revidiert. 2013 hatten die Stadtwerke erklärt, das Sponsoring für die beiden Vereine bis zu diesem Jahr auf 1,2 Millionen Euro abzusenken. Nun wurde eine Fortsetzung der werblichen Zusammenarbeit mit dem VfL Bochum und dem TV Wattenscheid 01 beschlossen. Das Sponsoringbudget für beide Vereine soll bis zum Jahr 2019 abgesenkt werden. Dabei verringert sich die Summe von zwei Millionen Euro für das Jahr 2015 auf insgesamt 1,4 Millionen Euro im Jahr 2019. Damit sei auch weiterhin eine Reduzierung der Sponsoringausgaben gewährleistet, teilten die Stadtwerke Bochum mit. Gleichzeitig werde den Vereinen mit dem neuen Beschluss mehr Zeit gegeben, weitere Sponsoren für die zu vermarktenden Werberechte zu finden. Der Werbevertrag über den Stadionnamen an der Castroper Straße läuft nach zehn Jahren, wie berichtet, zum 30. Juni 2016 aus und wird nicht erneuert.

Tiefe Sorgenfalten in Wattenscheid


Beim TV 01 konnten die aktuellen Nachrichten die tiefen Sorgenfalten kaum glätten. Bei den bundesweit beachteten Leichtathleten fürchtet man auch weiterhin erhebliche personelle Konsequenzen. Sowohl auf der Trainer- wie auch auf der Athletenseite.
Die Stadtwerke betonen allgemein, dass die darüber hinaus vorhandenen Budgets für das Sponsoring der Bürger- und Zukunftsprojekte, das Basissponsoring sowie das Veranstaltungssponsoring in Höhe von insgesamt 1,43 Millionen Euro in den kommenden Jahren von den jüngsten Beschlüssen unberührt bleiben.

Kommentar: Ein Sterben auf Raten
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