VfL Bochum: „Alle Neune“ - die Siege über die Bayern

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Peter Madsen (rechts) erzielte den goldenen Treffer zum 1:0 gegen den FCB am 14. Februar 2004.
 
„Hey, Oliseh, wo bleibst du?“ Der VfL-Spielerkreis vermisst einen Mann. Der quatscht mit dem Bayern Ze Roberto am 14. Februar 2004.

73 Pflichtspiele wurden seit dem 15. Mai 1968 zwischen den beiden Vereinen ausgetragen. Neun Spiele davon gewannen die Blau-Weißen. Und alles begann mit einer Partie im Halbfinale um den DFB-Pokal.

An diesem 15. Mai vor knapp 48 Jahren traten die Münchener auch als haushoher Favorit im Stadion an der Castroper Straße an. Am Ende gewann der Regionalligist (damals die zweithöchste Spielklasse) mit 2:1 gegen Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Co. Jürgen Jansen und Werner Balte sorgten für die Tore, die den Weg ins Endspiel ebneten. Dies ging gegen den 1. FC Köln mit 1:4 verloren.
Ebenfalls eine Halbfinalpartie wurde am 10. April 1982 im Ruhrstadion ausgetragen. Wolfgang Patzke traf für die Gastgeber, am Ende hatten die Bayern jedoch mit 2:1 die Nase vorn.
Bei Remis nach Verlängerung wurden die Begegnungen in den 80ern wiederholt. 1:1 n.V. stand es im Achtelfinale am 13. November 1985. Uwe Leifeld hatte getroffen. Beim erzwungenen Rückspiel verloren sich am 18. Dezember nur 6.500 Zuschauer im Münchener Olympiastadion. Trostlos, wie auch die 0:2-Niederlage.

„Typisch Bayern“ - Tor in der Schlussminute

„Typisch Bayern“, stöhnte so mancher beim bis heute letzten Pokal- und Pflichtspiel zwischen den beiden Vereinen. Im Achtelfinalspiel am 20. Dezember 2011 führte der Zweitligist durch Giovanni Federico mit 1:0, in der Schlussminute drehten die Bajuwaren die Sache zum 2:1-Sieg.
In der Bundesliga wartete der 1971 aufgestiegene VfL bis zum 29. November 1974 auf den ersten Sieg. Dann schossen Werner Balte (2) und Josef Kaczor den amtierenden Deutschen Meister und Sieger im Landesmeister-Wettbewerb des Europapokals mit 3:0 ab.

Zweimal drei Tore - und dann sogar fünf

Fast genau ein Jahr später gab es für den FCB auf der Baustelle Ruhrstadion auch nichts zu holen. Beim 3:1 waren Holger Trimhold, Franz-Josef Tenhagen und Hartmut Fromm erfolgreich.
Zweimal drei Tore, im nächsten Heimspiel dann sogar fünf Treffer gegen Nationaltorwart Maier. Blöd nur, dass die Gäste am 18. September 1976 sechsmal trafen.
Die 5:6-Niederlage gehört zu den meist zitierten Begegnungen der gesamten Vereinsgeschichte. Die Tore von Harry Ellbracht, Josef Kaczor (jeweils 2) und Hans-Joachim Pochstein reichten nicht zum Sieg.
Am 28. Januar 1978 sorgte der von RW Essen verpflichtete Dieter Bast mit einem Doppelpack für einen 2:1-Sieg.
Eine Sternstunde erlebte Wolfgang Patzke am 29. Mai 1982. Der Mittelfeldspieler schnürte beim 3:1 einen Dreierpack.
Das selbe Ergebnis wurde am 24. September 1983 notiert. Für das 3:1 zeichneten Frank Schulz (2) und Walter Oswald verantwortlich.
Mal wieder ein glattes 3:0 wurde am 11. Oktober 1985 gefeiert. Umjubelter Mann war Stefan Kuntz, der nicht nur hier dreimal einnetzte, sondern in dieser Saison mit insgesamt 22 Treffern Bundesliga-Torschützenkönig wurde.

„Imponderabilien“ ausgeschaltet

Einmal, ein einziges Mal, waren bei einem Bochumer Gastspiel in München sämtliche „Imponderabilien des VfL-Spiels”, wie es der damalige Trainer Holger Osieck vermutlich ausgedrückt hätte, ausgeschaltet. Heiko Bonan und Frank Benatelli sorgten am 28. August 1991 für den historischen 2:0-Sieg im Olympiastadion.
Der bis heute letzte „Dreier“ wird am kommenden Sonntag „zwölf Jahre alt“. Peter Madsen war der Schütze beim 1:0-Erfolg am 14. Februar 2004.

VfL Bochum - Meinung: „Schmeißt sie raus!“

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