Bottrops neueste Errungenschaft: Pflastersteine reinigen schadstoffreiche Luft

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Präsentierten Bottrops neueste Innovation direkt an der „Testfläche“ auf der Peterstraße: (v. l.) Andreas Hugot, Sprecher der Geschäftsführung STEAG Power Minerals, Burkhart Drescher, Geschäftsführer der Innovation City Management, und Oberbürgermeister Bernd Tischler. Ein mit „Photoment“ beschichteter Pflasterstein reinigt pro Stunde den Inhalt dieses Ballons. (Foto: T.Eickholt)

Ein Pflasterstein, der trotz Witterung kaum verdreckt und dazu noch die Luft reinigt. So etwas gibt´s nicht? Gibt´s doch. Was von „STEAG Power Minerals“ im Labor erfolgreich entwickelt wurde, wird nun im Innenstadtbereich der Innovation City auf seine Praxistauglichkeit getestet. Mit dem Ziel, einem klimagerechten Stadtumbau ein gutes Stück näher zu kommen.

Als Referenzfläche wird derzeit der Gehweg im Kreuzungsbereich Essener Straße/Peterstraße zur „Photoment-Teststrecke“ umgebaut.
„Photoment“ heißt der Baustoff, der eigens dafür entwickelt wurde, gesundheitsschädigende Stickoxide aus stadtverkehrbelasteten Innenstädten zu reduzieren. „Wir haben uns für diesen Standort entschieden, weil hier die Luft am stärksten belastet ist“, erklärt Oberbürgermeister Bernd Tischler. „Auf dem Mittelstreifen wurden schon extra Grünflächen angelegt, die den Schadstoffgehalt der Luft bereits gesenkt haben.“ Und diese Reduzierung soll jetzt noch gesteigert werden.

Dazu erhalten normale Pflastersteine eine Extraschicht Photoment, die solange hält, bis auch der Beton abgerieben oder verwittert ist. Also ziemlich lange.
Diese Schicht ist photokatalytisch aktiv. Das heißt, unter Einfluss von Sonnenlicht baut der beschichtete Stein zum einen gesundheitsschädliche Stickoxide aus der Luft ab und wandelt sie in Nitrate um, zum anderen wird die Verschmutzung der Oberflächen mit organischen Materialien erschwert. Durch weniger Veralgung und Vermoosung bleiben die Pflastersteine, die pro Quadrameter zwischen 3 und 5 Euro mehr als herkömmliche Steine kosten, optisch länger schön. Burkhart Drescher, Geschäftsführer der Innovation City Management, dazu: „Eine wirklich intelligente Lösung. Ich kann es kaum erwarten, bis diese Idee über die Grenzen der Innovation City hinaus in die Welt gepflastert wird.“

Eine einfache Lösung mit großer Wirkung

Und Andreas Hugot, Sprecher der Geschäftsführung STEAG Power Minerals, ergänzt: „Eine einfache Lösung mit großer Wirkung und ein im wahrsten Sinne des Wortes schöner Baustein in der Erfolgsgeschichte der Innovation City.“
Bis Mitte Februar soll die Testfläche mit einer Gesamtgröße von 750 Quadratmetern im Bereich der Kreuzung Peterstraße/Kapitän-Lehmann-Straße verlegt worden sein. „Einer dieser Steine reinigt nach Berechnungen der TU Berlin mehr als einen Kubikmeter Luft in der Stunde“, so Bernd Tischler. Demnach könne die Bottroper Testfläche also im Idealfall in einer Stunde mehr als das Volumen des Tetraeders photokatalytisch reinigen. „Das ist eine großartige Leistung“, zeigte sich das Stadtoberhaupt begeistert.
Am 12. März wird die STEAG dieses innovative Konzept Fachleuten während eines Forums im Lokschuppen vorstellen, um noch möglichst viele „luftreinigende“ Flächen im Stadtgebiet auszumachen.
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