Schutz für Obercastrop: Hochwasserrückhaltebecken geplant

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Bei starkem Regen wird der Bereich Christinen-, Born- und Elisabethstraße überflutet. Hier ist demnächst ein Ortstermin geplant.

Auf Schutz vor Überflutung bei heftigem Regen hoffen die Obercastroper Bürger. Einige von ihnen informierten sich am Donnerstag (21. Mai) bei einem Bürgerforum, zu dem der SPD-Ortsverein Obercastrop-Ost eingeladen hatte, über Lösungsmöglichkeiten.

Vor allem das Gebiet rund um die Christinenstraße stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Wie der Ortsvereinsvorsitzende Udo Behrenspöhler erklärte, hatte der Stadtteil etwa beim Pfingstunwetter im vergangenen Jahr „riesen Wassermengen zu schlucken“. Vor allem der Bereich Christinen-, Born- und Cottenburgstraße sei betroffen gewesen.
Als Problemzonen nannte er die unbefestige Fahrbahn am Ende der Christinenstraße, den asphaltierten Landschaftsweg, der der Christinenstraße Oberflächenwasser zuführe, sowie ein angrenzendes Feld, dessen Mutterboden bei Regen bis hinunter zur Bornstraße geschwemmt werde. „Es besteht absoluter Handlungsbedarf“, betonte Behrenspöhler.

Hochwasserrückhaltebecken geplant

Tatsächlich sind Maßnahmen geplant, die EUV-Chef Michael Werner vorstellte. So soll ein Hochwasserrückhaltebecken, das im Bereich Gertrudstraße/Im Siepen entstehen soll, dafür sorgen, Oberflächenwasser vor dem Eintritt in die Wohnsiedlung zurückzuhalten. 10.000 Kubikmeter wird das Becken fassen und etwa eine Million Euro kosten. „Wir werden die Gelder für 2016 anmelden“, so Werner.
Als weitere Maßnahme ist eine Querrinne oberhalb der Wohnbebauung vorgesehen. „Davor kommt eine kleine Welle, damit das Wasser in die Rinne eindringt und abgelenkt wird“, erläuterte Michaela Ringelkamp, Mitarbeiterin Stadtentwässerung. Um diese Rinne anlegen zu können, sei man mit den Grundstückseigentümern und Pächtern im Gespräch.
Außerdem werde man vorschlagen, das Sackgassen­ende der Christinenstraße auszubauen, sagte Werner.
Nicht gut kam bei einigen der anwesenden Bürger der mehrmalige Hinweis durch den EUV an, dass auch Hauseigentümer Vorsorge treffen müssten, zum Beispiel durch eine Rückstausicherung in der Hausanschlussleitung. „Was wir uns wünschen“, so Werner, seien auch höhergelegte Hauseingänge, Aufsätze vor Kellertreppen und Garagen mit ansteigenden Zufahrten.
Dass dies nicht immer umzusetzen sei, schilderten zwei Zuhörer, denen die Baugenehmigung für eine Schwelle vor dem Hauseingang und für eine Garage auf Straßenniveau verwehrt wurde. „Wir mussten die Garage 70 Zentimeter tiefer legen.“

Infoveranstaltung und Ortstermin

Behrenspöhler kündigte eine weitere Veranstaltung zum Thema Überflutungsschutz für Januar oder Februar 2016 an. Außerdem soll es im Bereich Christinen-, Born- und Elisabethstraße einen Ortstermin mit dem EUV geben, zu dem auf Vorschlag von Daniel Molloisch, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Obercastrop-Mitte, auch das Bauordnungsamt dazu gebeten werden soll.
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