210 Flüchtlingskinder an acht Schulen

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Für Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien, die einer Kommune zugewiesen wurden, besteht Schulpflicht. Zurzeit besuchen etwa 210 die Schule in Castrop-Rauxel. Boten zu Beginn des Schuljahres drei Schulen Klassen für Flüchtlingskinder an, sind es jetzt acht Schulen sowie das Berufskolleg, die die Kinder und Jugendlichen aufnehmen.

Der Unterricht erfolgt in Vorbereitungs- und Auffangklassen. Vorbereitungsklassen werden vor Schuljahresbeginn eingerichtet, Auffangklassen bei Bedarf im Verlauf des Schuljahres.
Zwei Vorbereitungsklassen gibt es an der Franz-Hillebrand-Hauptschule. Aktuell werden hier 47 Kinder (Jahrgangsstufen 8 bis 10) unterrichtet. Für die unteren Jahrgänge (Stufe 5 bis 7) gibt es mittlerweile drei Vorbereitungsklassen an der Sekundarschule Süd, die von insgesamt 45 Schülern besucht werden, sowie eine Klasse mit etwa 15 Kindern am Adalbert-Stifter-Gymnasium. Hinzu kommt das Berufskolleg, das zwei internationale Förderklassen für Schüler ab der neunten/zehnten Jahrgangsstufe eingerichtet hat.

Grundschulkinder

Grundschulkinder werden in der Cottenburgschule, der Grundschule Am Busch und der Lindenschule (jeweils in Regelklassen mit täglichen Deutsch-als-Zweitsprache-Einheiten) beschult. Weiterer Unterricht in Regelklassen erfolgt in der Erich-Kästner- sowie der Waldschule. „Es gibt allerdings ständig eine Fluktuation, da Kinder in die Regelklassen wechseln und andere nachrücken“, erklärt Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi.
Stadt und Schulamt setzen bei den Grundschulen auf Regelklassen, weil die Kinder sich hier besser integrieren können. „Da die Flüchtlinge mehrere verschiedene Sprachen sprechen, hat der getrennte Unterricht aus Sicht des Schulamtes keinen Vorteil, da die Kinder die Sprache nicht voneinander lernen könnten. Außerdem sollen die Kinder nach Möglichkeit wohnortnahe Schulen besuchen“, heißt es von Seiten der Stadt.
Im Sommer 2015 hatte man sich noch für das Gegenteil entschieden. Damals begründete Regina Kleff, Leiterin des Bereichs Kinder, Jugend und Schule, den Entschluss gegen die Aufnahme der Kinder in Regelklassen so: „Wenn die Klassen eh schon recht voll sind, kann man den Kindern nicht so gerecht werden.“

Stadt will räumliche Kapazitäten sicherstellen

Als Vorbereitung auf weitere schulpflichtige Flüchtlingskinder werde „in alle Richtungen“ gedacht, erklärt die Stadt auf Nachfrage. In einem Sachstandsbericht zur vergangenen Ratssitzung heißt es: „Es müssen nun weitere Kapazitäten an den verbleibenden Schulen des Sek. I-Bereiches geschaffen werden, dies gilt insbesondere für die Jahrgänge 8 bis 10. Hier bedarf es einer engen Abstimmung mit der Bezirksregierung sowie der Sicherstellung der räumlichen Kapazitäten.“
Was die etwaige Aufstockung der Lehrkräfte angeht, meldet eine Schule dem Schulamt, wenn sie wegen steigender Schülerzahlen eine weitere Klasse einrichten musste. Das Amt berechne dann die Lehrerstellen und weise sie zum neuen Schuljahr zu, so die Stadtverwaltung.
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