Bennertorbrücke: Stadtverwaltung stellt die Kosten von drei Varianten gegenüber

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Seit Anfang 2014 klafft eine Lücke zwischen Thomasstraße und Brückenweg, nachdem die marode Fußgängerbrücke demontiert worden war. Fast schon schien Gras nicht nur über die alten Widerlager, sondern auch über die umstrittene Frage gewachsen zu sein, ob die Brücke am Bennertor wiederhergestellt werden soll. Doch jetzt präsentiert die Verwaltung am 24. November im Rat und eine Woche zuvor im Bauausschuss drei mögliche Varianten eines neuen Bauwerks.

Zusätzlich zu den Kosten für eine Brücke aus Stahlbeton, deren Planung EUV-Chef Michael Werner bereits im März 2015 im Bauausschuss präsentiert hatte, hat die Verwaltung die Kosten für eine Variante aus Stahl und eine aus Holz kalkuliert.
Nach den aktuellen Berechnungen wäre die Stahlbetonbrücke am günstigsten. Zwar liegen die Herstellungskosten mit 1.528.400 Euro über den 1.375.000 Euro, die für eine Holzbrücke anfallen würden (Stahl: 1.834.100 Euro), aber beim Kostenvergleich mit einer Nutzungsdauer von 60 Jahren schneidet die Stahlbetonbrücke billiger ab. Hier beträgt die Summe 2.170.300 Euro, wohingegen die Holzvariante mit 3.012.600 Euro und die Stahlvariante mit 2.989.000 Euro zu Buche schlagen würde.
Die reinen Baukosten für eine Brücke aus Stahlbeton veranschlagt die Verwaltung mittlerweile nicht mehr mit 916.000 Euro, sondern mit 1.069.900 Euro. „Die Baupreise ziehen an“, begründet Michael Werner auf Nachfrage diese Erhöhung, die den aktuellen Stand wiedergebe.

Verwaltung plädiert gegen Aufzüge

In ihre Überlegungen hat die Verwaltung auch die Installation jeweils eines Aufzugs an der Thomasstraße und am Brückenweg miteinbezogen, will diese Planungen aber nicht weiterverfolgen. Denn nicht nur das Installieren der Aufzüge, sondern auch deren Wartung sei mit hohen Kosten verbunden, erläutert der EUV-Chef.
Ob und wie es mit einem Neubau der Bennertorbrücke weitergeht, werden Bauausschuss und Rat entscheiden. In der Beschlussvorlage schlägt die Verwaltung für das Jahr 2017 zunächst ein Baugrundgutachten vor, um die Standfestigkeit zu überprüfen. Zudem ist die Finanzierung weiterhin nicht geklärt. Um den Anteil an den Kosten für den Brückenbau, die sich die Stadt mit der DB Netz AG teilen würde, zu verringern, hofft man bei der Verwaltung auf Fördergelder aus Münster. Für 2017 wurden sie nicht genehmigt. „Wir werden für 2018 wieder einen Antrag stellen“, so Werner.
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