Flüchtlinge bleiben Thema

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Caritas-Geschäftsführerin Veronika Borghorst. (Foto: Archiv)

„Die Flüchtlinge werden ein Thema bleiben“, ist sich Veronika Borghorst, Geschäftsführerin des Caritasverbands, sicher. Um künftig dazu beizutragen, dass die Asylbewerber in Castrop-Rauxel gut aufgehoben sind, ist man dabei, zusammen mit anderen Akteuren eine Bestandsaufnahme zu machen.

Ein erster Runder Tisch zum Thema Flüchtlinge, an dem neben Mitarbeitern der Caritas städtische Vertreter, Politiker, Vertreter der Schulen im Umfeld der Harkortstraße sowie Mitarbeiter von Arbeiterwohlfahrt, Diakonie und DRK teilgenommen haben, hat bereits stattgefunden. Noch befinden sich die Gesprächspartner in der Phase der Analyse und der allerersten Planung. „Es ging darum, zu gucken, wie die Situation in Castrop-Rauxel ist und was wir wollen“, so Borghorst.
Auch sei vereinbart worden, dass die Caritas in Zusammenarbeit mit der Stadt intern prüfe, wo Handlungsbedarf sei und was man plane. Zudem sei man regelmäßig mit Dirk Heinacker, Leiter des Bereich Soziales, sowie mit Schulen und Kindergärten im Gespräch.
Denn eine Bestandsaufnahme sei wichtig, um zu wissen, welche Einrichtungen sich schon für die Asylbewerber engagieren. „Wir haben Sorge, dass es zu Energieverlusten kommt, weil Dinge doppelt erledigt werden, ohne dass der eine vom anderen weiß“, erläutert Borghorst.
Im Januar oder Februar 2015 sei dann ein weiterer Runder Tisch geplant. „Dabei wird sich die Zusammensetzung der Teilnehmer sicherlich weiterentwickeln“, glaubt Borghorst.
Außerdem werde sich am Mittwoch (19. November) die AG2, ein Untergremium des Jugendhilfeausschusses, dem Fachleute sowie Vertreter von Stadt und Politik angehören, zusammensetzen. „Dann soll besprochen werden, wie die Situation in den Kindergärten ist, wie die Zahl der Flüchtlingskinder aussieht und was benötigt wird“, erklärt Borghorst.
Ganz konkrete Hilfe bietet die Caritas einigen Asylbewerbern in Castrop-Rauxel seit einigen Wochen in einem Sprachkurs an. Vier Frauen und ein Mann, darunter pensionierte Lehrer und Erzieher, unterrichten zurzeit fünf Flüchtlinge in den Räumlichkeiten der Caritas am Lambertusplatz. „Es ist ein ganz niederschwelliges Sprachangebot“, erläutert Borg­horst. Ein zweiter Sprachkurs der Caritas für weitere 14 Asylbewerber startet am 19. November im Pfarrheim St. Marien in Merklinde.
Den Bedarf für das Sprach­angebot habe man aufgrund von Gesprächen mit den Mitarbeitern in den städtischen Flüchtlingsunterkünften, durch die hohe Zahl der Flüchtlinge bei der Castroper Tafel sowie eine monatliche Krabbelgruppe, an der auch Asylbewerberinnen mit ihren kleinen Kindern teilnehmen, erkannt. „Diese Gruppe nutzen wir auch für niederschwellige Beratungsangebote“, so Borg­horst.
Was das weitere Engagement der Stadtverwaltung für die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge in Castrop-Rauxel angeht, ist geplant, den Haupt- und Finanzausschuss als zentrales Steuerungsorgan zu nutzen.
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