Landesgartenschau: Jury entscheidet am 21. Oktober

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Das Wasserkreuz Emscher/Rhein-Herne-Kanal gehört zum Kerngelände der Landesgartenschau Emscherland 2020. (Foto: Visualisierung: Emschergenossenschaft)

Am Abend des 21. Oktober steht fest, wo im Jahr 2020 die Landesgartenschau stattfinden wird. Am Tag darauf wird der Sieger in Düsseldorf bekannt gegeben. Das „Emscherland“ ist gerüstet im Wettstreit mit Kamp-Lintfort und Bad Honnef.


Die 250 Seiten umfassende Bewerbungsschrift der vier Städte Castrop-Rauxel, Herne, Herten, Recklinghausen und der Emschergenossenschaft ist fertig. Am 1. September geht die Bewerbung an die Landesregierung.

Zuvor muss allerdings der Rat der Stadt Castrop-Rauxel am Donnerstag (27. August) seine Zustimmung zur Bewerbung geben.

Diesen Fahrplan stellte am Montagabend (17. August) Prof. Martina Oldengott von der Emschergenossenschaft bei einer Bürgerinfoveranstaltung im Ratssaal vor.
„Ich hoffe, dass wir die Bewerbung gewinnen“, hatte Bürgermeister Johannes Beisenherz gleich zu Beginn vor gut 60 Interessierten gesagt. „Ich freue mich, dass wir ein solches Projekt in Angriff nehmen. Die Ausrichtung der Landesgartenschau 2020 wäre ein gewaltiger Sprung für den Emscher-Lippe-Raum.“

Welche Bedeutung eine Landesgartenschau für Stadt und Region hat, macht das Interesse von Dortmund und Gelsenkirchen deutlich. Oldengott: „Die Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Frank Baranowski haben gefragt, warum die Gartenschau denn genau in den vorgesehenen vier Städten stattfinden solle?“ Die Antwort der Emschergenossenschaft darauf: „Weil genau dort die Idee dazu geboren wurde.“ Hier in der Mitte des Emschertals solle mit „Emscherland 2020“ ein Schaufenster entstehen, um auf 18 Kilometern Länge beispielhaft zu zeigen, was auch woanders möglich sei, erläuterte Oldengott unter Hinweis auf die Aktivitäten des Regionalverbandes Ruhr (RVR), die Internationale Gartenschau (IGA) im Jahr 2027 in die Region zu holen.

Ganz Eilige konnten es gar nicht abwarten: Sie zogen gleich eins der in fünf Farben bereitliegenden T-Shirts mit dem Slogan „Wir sind dabei! Landesgartenschau Emscherland 2020“ an und zeigten so Herz für die Emscher und Sympathie für die geplante Schau.

Wenn nicht ohnehin ausschließlich Befürworter einer Landesgartenschau an der Emscher in den Ratssaal gekommen waren, so hat die rund 45-minütige Präsentation des ehrgeizigen Projektes mögliche anwesende Skeptiker überzeugt.
Selbst die Frage nach den Kosten kam so spät in der Bürgerinfoveranstaltung, dass Josef Schön, Kämmerer der Emschergenossenschaft, fast schon Sorge hatte, gar nicht mehr zu Wort zu kommen.

Gelegenheit für Bürgermeister Johannes Beisenherz, noch einmal auf den Castrop-Rauxeler Anteil an den Investitionskosten hinzuweisen: Rund 48.500 Euro für einen Schiffsanleger am Kanal sowie für Stufenterrassen an der Wartburginsel – verteilt auf zwei bis drei Jahre. „Das ist stemmbar“, so Beisenherz.

Ob denn der zentrale Veranstaltungsbereich, der während der Gartenschau eingezäunt sein wird, später frei zugänglich sein werde, war eine allenfalls im Ansatz kritische Frage. „Das wird am Ende mit den Bürgern und der Verwaltung entschieden“, so die Antwort der Emschergenossenschaft (EG).

Parkplätze, Verkehrsführung und Flächenversiegelung beschäftigten weitere Bürger. Geparkt wird auf EG-eigener Fläche am Suderwicher Bach, der Besucherstrom wird über vorhandene Straßen geleitet, aber nicht direkt durch Henrichenburg. Und das bisherige Ackergelände, auf dem derzeit noch an unterirdischen Abwasserkanälen gearbeitet wird, erfährt durch die Landesgartenschau qualitativ eine deutliche Aufwertung.

Das „Schlusswort“ in der Fragerunde hatte Franz-Josef Krakowiak, der sich bereits seit den Jahren 2001/2002 stark macht für eine Gartenschau an der Emscher. Es wurde ein glühendes Plädoyer für „Emscherland 2020 – Wasser.Wege.Wandel“: „Damit haben wir die Möglichkeit, das Herz richtig pulsieren zu lassen.“

Nach dem Beifall gab es dann für alle Besucher, die wollten, T-Shirts.
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