CDU kritisiert: Schulpolitik geht am Willen der Eltern und Schülern vorbei

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Dinslaken. Die CDU kritisiert das aktuelle Vorhaben der Stadt, die Aufnahmekapazitäten der Realschule im GHZ ohne Ausnahme auf die 4-Zügigkeit zu begrenzen, sodass eine 5. Klasse als Überhangsklasse nicht mehr gebildet werden darf. Dies solle geschehen, da die anmeldeschwache "Sekundarschule Althoffschule" in ihrer Existenz bedroht ist.

Heinz Wansing, Fraktionsvorsitzender der CDU: "Die Bildung einer Überhangsklasse an der Realschule im GHZ ist ein gutes Instrument, um auf den Willen von Eltern und Schülern zu reagieren. Offenbar ist die Realschule sehr beliebt. Diese Überhangsklasse soll nur abgeschafft werden, um das schwächelnde Projekt "Sekundarschule " zu retten. Es ist ein Irrglaube anzunehmen, dass die Kinder, die dann von der Realschule aus Kapazitätsgründen abgewiesen werden müssen, freiwillig an der Althoffschule angemeldet werden. Man will offensichtlich aus rein ideologischen Gründen eine Schulform künstlich am Leben halten, der es mangels Zuspruch an eigener Kraft fehlt. Die Entscheidungen von Eltern und Schülern über die Wahl der Schulform lässt ganz klar erkennen, dass das Konzept der Realschule im GHZ überzeugt. Das darf nicht bestraft werden.“

Der Pressesprecher der Fraktion, Fabian Schneider, gibt des Weiteren zu bedenken, dass die Wahlfreiheit der Schulform sehr eingeschränkt würde, sollte die Überhangsklasse nicht mehr eingerichtet werden dürfen, denn dann besteht in Dinslaken nicht die Möglichkeit auf eine andere Realschule zu wechseln, sondern man müsste eine Realschule einer Nachbarkommune besuchen oder gar eine komplett andere Schulform in Dinslaken wählen.

Michael van Meerbeck, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: "Die CDU-Fraktion unterstützt die Schulkonferenz der Realschule im GHZ ausdrücklich. Wir haben immer betont, dass die Realschule eine wichtige Säule in der Dinslakener Schullandschaft ist. Deswegen werden wir die Vorlage im Schulausschuss und in der weiteren Beratungsfolge ablehnen. Das Thema "Zukunftsfähigkeit der Sekundarschule" muss jetzt nach ganz oben auf die politische Agenda in Verbindung mit einer sachlichen und ehrlichen Analyse."
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1 Kommentar
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 11.11.2015 | 23:18  
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