Guido Brune erwägt Gründung eines Ortsverbandes von "Die Partei"

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Guido Brune war schon immer ein politisch denkender Mensch. Die für ihn perfekte Partei hat er allerdings noch nicht finden können. Der 45-Jährige war zwar schon Mitglied der SPD und der Piraten, stand aber irgendwann "nicht mehr unbedingt hinter den Entscheidungen der Parteien". Als er im Vorfeld sowohl der Europawahl 2014 als auch der Landtagswahl 2017 den Wahl-O-Mat befragte, war das Ergebnis deutlich: Die meisten Übereinstimmungen hatte der Dinslakener mit der Partei "Die Partei".


"Ja, für viele gilt sie vielleicht als 'Spaßpartei'", sagt Brune. Und Forderungen wie "Mauer zurück" nehme er auch nicht ernst. Aber: "Mit Sicherheit steckt auch viel Wahrheit drin." So findet er zum Beispiel die Idee eines neuen Grundgesetzes denkbar. "Natürlich wäre das mit Risiken behaftet, es würde aber auch viele Potenziale freisetzen - und wenn es nur eine Diskussion in Gang setzen würde." Ebenfalls Thema für den IT-ler: "LiquidFeedback". Eine neue Art der Demokratie, die sich auch die Piraten mal auf die Fahne geschrieben hatten. Bei LiquidFeedback handelt es sich um eine freie Software zur politischen Meinungsbildung und Entscheidungsfindung, die einen fließenden Übergang zwischen repräsentativer und direkter Demokratie erlaubt. "Man könnte Demokratie so ganz neu denken." Weil er so begeistert davon ist, hat der 45-Jährige auch gleich einen Antrag gestellt, dass sich LiquidFeedback auch bei "Die Partei" durchsetzen könnte.
Der 2004 von Redakteuren des Satiremagazins "Titanic" gegründeten Kleinpartei gehört der Dinslakener seit Juni dieses Jahres an - und würde sich freuen, wenn es Gleichgesinnte gäbe, die sich vielleicht sogar die Gründung eines Ortsverbandes vorstellen könnten. Seine Ziele: "Dinslaken könnte die erste Stadt werden, die Linux einsetzt." Gleichzeitig würde er sich den Ausbau einer kennzahlenbasierten Verwaltung wünschen, außerdem könnte er sich vorstellen, LiquidFeedback auf Dinslaken herunterzubrechen und hier zu praktizieren. "Ich fände es auch gut, wenn ein tertiärer Bildungsanbieter gefunden werden könnte, der sich hier ansiedelt." Das brächte nicht nur junge Leute, sondern würde die Stadt als Ausbildungsstätte etablieren. In Sachen Bäderfrage weiß Brune allerdings auch keine richtige Lösung.
Wer Interesse hat, sich mit Brune in Verbindung zu setzen oder gar die Mitgründung eines möglichen Ortsverbandes in Erwägung zieht, kann sich per E-Mail an diepartei-dinslaken@t-online.de an den 45-Jährigen wenden. Geplant sind Treffen mit Gleichgesinnten. "Und dann schauen wir mal, wie man sich positionieren könnte. Zum Beispiel für die Kommunalwahl im Herbst 2020."
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