Helikopter besprühte über 200 Kinder auf dem Schulhof mit Raupengift

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Dorsten: Albert-Schweitzer-Schule |

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückte heute morgen (24. Mai) zur Albert-Schweitzer-Schule an der Glück-Auf-Straße in Dorsten aus. In der großen Pause hat ein Hubschrauber, der zurzeit großflächig ein Mittel zur Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner-Raupen im Stadtgebiet versprüht, die Grundschule überflogen und die Kinder eingenebelt.

Mindestens sechs Schüler mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Sie litten unter Augenreizungen und Hautjucken. Alle anderen rund 220 Jungen und Mädchen der Schule wurden vom mehreren Rettungsteams betreut und mussten im Schulgebäude duschen. Anschließend bekamen sie frische Kleidung.

Der Hubschrauber soll in einer Höhe von rund zehn Metern über dem Schulgelände geflogen sein. Das verwendete Spritzmittel sei – sachgemäß angewendet – für Menschen sowie Haus- und Nutztiere nicht schädlich, erläutert die Stadtverwaltung auf ihrer Homepage. Dennoch sollten Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Bereichen während der Sprühflüge
Fenster und Türen geschlossen halten und Wäsche nicht zum Trocknen in den
Garten hängen.

Seit einigen Jahren sind Eichenprozessionsspinnerraupen, die ursprünglich aus wärmeren Teilen Europas stammen, auch bei uns heimisch. Diese Raupen stellen laut Stadtverwaltung eine Gefahr für die Gesundheit vieler Menschen dar.

Für besorgte Eltern hat die Stadt Dorsten eine Hotline eingerichtet. Die Nummer der Hotline Tel. (0175) 5709974. Viele besorgte Eltern eilten zur Schule und holten ihre Kinder ab. Mehrere Notfallseelsorger kümmerten sich um Kinder als auch Eltern, die lange vor der Schule warten mussten.
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