Urkunde für Lambert Lütkenhorst, dem ersten Altbürgermeister Dorstens

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Lambert Lütkenhorst ist erster „Altbürgermeister“ der Stadt Dorsten. Sein Amtsnachfolger Tobias Stockhoff ehrte Lütkenhorst (beide CDU) auf der jüngsten Stadtratssitzung und überreichte ihm die Urkunde. Zu der Auszeichnung gehörte auch ein Eintrag in das „Goldene Buch“ der Stadt (Foto: Andreas Rentel)
Dorsten: Ratssaal |

Lambert Lütkenhorst ist erster „Altbürgermeister“ der Stadt Dorsten. Sein Amtsnachfolger Tobias Stockhoff ehrte Lütkenhorst (beide CDU) auf der jüngsten Stadtratssitzung und überreichte ihm die Urkunde. Zu der Auszeichnung gehörte auch ein Eintrag in das „Goldene Buch“ der Stadt.

Stockhoff erinnerte in seiner Laudatio an die im Februar mehrheitlich getroffene Entscheidung des Rates, Lütkenhorst zu ehren. „Was wollte der Rat damit ausdrücken?“, fragte Stockhoff. Als Antwort und zur Begründung verwies er auf „wegweisende Projekte“, die sein Vorgänger angestoßen habe. Er nannte als Beispiele den Stadtumbau in Barkenberg, die „soziale Stadt“ in Hervest, das Bürgerbüro, den Bau der Rettungswache und die Entwicklung der Altstadt. „Dafür steht Lambert Lütkenhorst“, betonte er.

Seit 1999 als hauptamtlicher Bürgermeister tätig, habe er das Amt „geprägt und mit Leben ausgefüllt“. Eine Verwaltung führen, Vertrauen zu den Ratskollegen haben und zugleich „erster Bürger der Stadt“ zu sein, das sei Lütkenhorst gelungen. Und: Er sei „immer für die Bürger ansprechbar“ gewesen, lobte Stockhoff. Für dessen 15-jährige Amtszeit brachte der Bürgermeister das Bild des „klugen und weisen Richters“, der den Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen gesucht habe. Dennoch: Nicht alles habe zum Erfolg geführt, Lütkenhorst habe „seine Gesundheit aufs Spiel gesetzt zum Wohl der Stadt“. Für diese Worte und die gelobten Leistungen des neuen „Altbürgermeisters“ gab es stehende Ovationen.

Der zeigte sich „dankbar für die hohe Ehre“, auch wenn ihn die Lobrede an eine „Seligsprechung“ erinnert habe. Sein heutiges Verhältnis zu Verwaltung und Politik beschrieb der Geehrte so: Als bekennender „Blau-Weißer“ sitze er gern auf der Tribüne und „sehe dem Spiel zu“. In Dorsten beobachte er „ein gutes Spiel, das hier gespielt wird“. Sein Rat: Die Spieler sollten das Spiel öfter erklären und dabei „nicht nur auf das Laute hören“. Als Beispiel verwies er auf die Schuldiskussion; dort sollten die Spieler auch die leiseren Stimmen wahrnehmen.
Zum Schluss erinnerte Lütkenhorst an seinen Amtsvorgänger Dr. Karl-Christian Zahn. Der habe ihm von einer Kandidatur angeraten: „Sie sind kein Beamter“ habe er gesagt. Danke sagte Lütkenhorst daher den Mitarbeitern im Rathaus, die ihm im Amt halfen. Gerade die Ehemaligen, die zu der Ehrung erschienen waren, hörten es gerne.

Text von Andreas Rentel
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