Altes AOK-Gebäude fertiggestellt

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Der gläserne Erker an der Fassade lenkt die Blicke wieder auf den Eingangsbereich des Gebäudes. (Foto: Schmitz)
Lange Zeit schwebte die symbolische Abrissbirne über dem ehemaligen AOK-Gebäude am Königswall. Vor rund zwei Jahren gab es dann die Nachricht, dass das Gebäude erhalten und umgebaut werden sollte. Zusammen mit den neuen Berufskollegs am U bildet es nun einen schulischen Schwerpunkt am Standort.

Mittlerweile wurde der in nur rund einem Jahr umgebaute und sanierte Komplex am Königswall von OB Ullrich Sierau seiner neuen Bestimmung übergeben: Das Haus wird in Zukunft das Studieninstitut Ruhr, den Fachbereich Schule der Stadtverwaltung und die Abteilung Wahlen der Bürgerdienste beherbergen. Das Investitionsvolumen des Projektes betrug rund 9,7 Millionen Euro.

Dabei war der Umbau keine leichte Aufgabe. Das Gebäude aus den 30er Jahren im Stil der neuen Sachlichkeit steht nicht unter Denkmalschutz, von der Unteren Denkmalbehörde wurde es aber als erhaltenswert eingestuft.

Bei der Planung lag daher der Schwerpunkt auch darauf, ehemalsvorhandene stilbildende Elemente wieder aufzunehmen. Die Hauptfassade wurde rekonstruiert, der gläserne Erker im Eingangsbereich des Treppenhauses wird wieder zum Blickfang. Fenster- und Türelemente wurden ausgewechselt, miit dem Austausch von 177 Stulp-Fenstern an der Front zum Königswall ist die alte historische Fensteranordnung aus den 1930er Jahren wieder hergestellt.

Im Erdgeschoss wurde in der alten Kassenhalle die Lichtdecke wieder freigelegt, so dass die alten Glasprismen sichtbar sind. Der ehemalige Konferenzsaal im ersten Stockwerk bleibt mit seinen Decken- und Wandvertäfelungen im Originalzustand erhalten.

Das Studieninstitut Ruhr (SIR) verfügt nach dem Umbau des Gebäudes dort über deutlich mehr Platz als zuvor. Nach dem Zusammenschluss mit dem vorigen Standort in Bochum hat das SIR hier einen Standort gefunden, der sich zum Bildungscampus entwickelt. Gleichzeitig fasst der Fachbereich Schule nun wieder den größten Teil seiner Mitarbeiter unter einem Dach zusammen. Bisher waren die städtischen Angestellten des Fachbereichs auf verschiedene Standorte im Stadtgebiet verteilt. Auch das staatliche Schulamt für die Stadt Dortmund ist mit umgezogen.
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