Auf die Gipfel der Klassik

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Mozart-Opern, junge Wilde, zeitgenössische Oper und neue englische Musik: Das Konzerthaus präsentierte jetzt sein neues Programm. (Foto: Archiv)
„Stell dich der Klassik“ fordert das Konzerthaus in der kommenden Saison, und will damit auf der komplexen Klaviatur der klassischen Musik spielen. Aufgegende Höhenerlebnisse sind da bei nicht ausgeschlossen.

Drei höchste Gipfel sind Mozarts Da-Ponte-Opern. Der geniale Komponist und sein Librettist auf Augenhöhe, Lorenzo da Ponte, führen in Le nozze di Figaro, Don Giovanni und Così fan tutte tiefgründiges Welttheater vor. Teodor Currentzis heißt der Meisterdirigent, der sie auf revolutionäre Weise neu erklingen lässt; sein Name steht für die derzeit denkbar aufregendste Interpretation.

Jahrelang hat Currentzis recherchiert und historische Quellen ausgewertet. Sein präziser und aus diesem Grund radikaler Mozart-Klang ist nur im Tonstudio zu erzielen – oder im Konzerthaus mit seiner akustischen High-End-Qualität. Im Konzerthaus wird erstmals und einzig live zu hören sein, was nicht einmal komplett auf CD gebannt ist: Currentzis’ bereits jetzt für Gesprächsstoff sorgender Da-Ponte-Zyklus.

Rund um die konzertanten Aufführungen zeichnet Professor Michael Stegemann in acht Kopfnoten-Vorträgen Mozarts Weg als Opernkomponist nach.

Auf Himalaya-„K2-Niveau“ bewegt sich die kommende Saison auch mit der Bruckner-Experience: Die Trias der letzten Bruckner-Sinfonien mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra und den Wiener Philharmonikern, dirigiert von Yannick Nézet-Séguin.
Der Exklusivkünstler verabschiedet sich mit insgesamt gleich sieben Konzerten nach dann dreijähriger Residenz.

Sieben neue Junge Wilde wurden für die 2015/16 beginnende vierte Staffel dieser Erfolgsserie gecastet: der 24-jährige Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker Andreas Ottensamer, die Pianisten Behzod Abduraimov und Benjamin Grosvenor, die Akkordeonistin Ksenija Sidorova, die Geigerin Nicola Benedetti, der Bariton Andrè Schuen und der Cellist Edgar Moreau. Ondes Martenot, Minimal Music, zeitgenössische Oper und zwei freakige Geiger beleben die Reihe Musik für Freaks.

Apropos zeitgenössische Oper: George Benjamin kommt mit dem Mahler Chamber Orchestra und dem Uraufführungscast ins Konzerthaus, um sein aufsehenerregendes und unter die Haut gehendes Werk Written on Skin vorzustellen.
Drei Abende umfasst die Zeitinsel mit Werken dieses vieldiskutierten englischen Schöpfers neuer Musik. Zwischen Klassik und Weltmusik trifft man sich bei der zweiten Zeitinsel der Saison mit Katia und Marielle Labèque an zwei Flügeln. Die ehemalige „Junge Wilde“ Anna Prohaska kehrt für ein dreiteiliges Porträt ins Konzerthaus zurück.

Drei phänomenal besetzte Orchesterzyklen präsentieren unter anderem das London Symphony Orchestra und Daniel Harding, das Chamber Orchestra of Europe, das Tonhalle-Orchester Zürich und Lionel Bringuier, die Berliner Philharmoniker, das Cleveland Orchestra und Franz Welser-Möst, das Budapest Festival Orchestra und Iván Fischer, Balthasar-Neumann-Chor sowie -Ensemble und Thomas Hengelbrock, das WDR Sinfonieorchester Köln und Jukka-Pekka Saraste, Orchestra Filarmonica della Fenice und Omer Meir Wellber, das hr-Sinfonieorchester und Andrés Orozco-Estrada, Lucerne Festival Orchestra und Andris Nelsons. Die komplette neue Saison findet sich im Internet auf www.konzerthaus-dortmund.de.
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