„Angekündigte RWE-Dividendenkürzung ist eine Frechheit“

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Christian Gebel, stellv. Vorsitzender der Fraktion DiE LINKE & PIRATEN.
Dortmund: Rathaus |

„Diese Ankündigung ist nicht nur ein Schock, sie ist auch eine Frechheit. Denn wenn die Pläne von RWE-Chef Peter Terium tatsächlich in die Realität umgesetzt werden würden, würde dies für unsere Dortmunder Stadtwerke (23,6 Millionen RWE-Aktien) einen Verlust von etwa 20 Millionen Euro bedeuten“, sagt Christian Gebel, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.

Die Chefetage des Energiekonzerns RWE hatte in dieser Woche angekündigt, auf die Auszahlung einer Dividende in diesem Jahr weitgehend verzichten zu wollen. Christian Gebel: „Diese Äußerungen des RWE-Vorstands sind absolut nicht nachvollziehbar und wären in ihren Auswirkungen katastrophal für die Dortmunder Stadtwerke DSW21, die ja schon durch den öffentlichen Personennahverkehr und den Dortmunder Flughafen jeweils zweistellige Millionenverluste kompensieren müssen.“

Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN begrüßt es deshalb ausdrücklich, dass die RWE-Dividende als dringlicher Punkt am Donnerstag noch kurzfristig auf die Tagesordnung des Rates gehoben wurde. Christian Gebel machte dabei unmissverständlich klar, dass die Linken und Piraten hohe Erwartungen an Oberbürgermeister Ullrich Sierau haben. „Dieser muss als Aufsichtsratsmitglied der RWE das Schlimmste verhindern“, so Gebel.

Das Pikante: Der Aufsichtsrat der RWE tagt erst am 3. März und hat die angekündigte Streichung der Dividende noch gar nicht offiziell beschlossen. Dass der RWE-Vorstand schon im Vorfeld die Pferde scheu mache, sei eine Ungeheuerlichkeit, sagt Christian Gebel. „Der Konzern macht das, was ihm nützt. Dies ist nicht automatisch zum Wohl der Kommunen“, ergänzt Carsten Klink, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.
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