Diskussion über Rechtsextreme

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Über die politischen Motive der Rechten geht es am Montag in einer Diskussion. (Foto: Archiv)
Dortmund: Auslandsgesellschaft NRW e.V. | Die Jugendlichen der Jugendforen Nordstadt, Huckarde und Lütgendortmund sowie die DGB-Jugend Dortmund und die Jugend im VMDO e.V. laden am Montag, 17. Dezember um 19 Uhr zu einer Lesung mit Olaf Sundermeyer in der Auslandsgesellschaft NRW, Steinstr. 48 (Großer Saal, Ebene3), ein. Die Lesung wird von den Jugendlichen moderiert.
Das Buch „Rechter Terror in Deutschland“ von Olaf Sundermeyer liefert eine Anatomie des Terrors von Rechts seit den 1970er Jahren. Es thematisiert rechtsterroristische Anschläge ebenso wie die alltägliche Gewalt gegen Andersdenkende, Obdachlose, Migranten und Juden. Dabei kommen sowohl die Täter als auch die Opfer zu Wort. Gespräche und Fallanalysen sollen helfen aufzuzeigen, wie und warum Neonazis töten.
Das Auffliegen der Zwickauer Terrorzelle nimmt Einfluss auf die öffentliche Diskussion über den Umgang mit rechtsradikalen Gewalttätern, vieles bleibt aber noch zu tun.
Olaf Sundermeyer zeigt auf, dass die Gefahr von Rechts nicht nur von geplanten Terroranschlägen ausgeht, wie sie das NSU-Trio verübte. Sie sind nur die höchste Eskalationsstufe der alltäglichen rechten Gewalt, die sich aus denselben ideologischen Wurzeln speist. Jeder Schlag gegen einen Linken, jeder Molotowcocktail gegen ein mit Migranten bewohntes Haus, jeder Tote auf der langen Liste der Opfer rechtsextremer Gewalt dient dem politischen Ziel der Rechtsextremen: der Einschüchterung und Beseitigung von Migranten und all jenen, die ihrem Ideal eines „völkischen Staates“ im Wege stehen. Eindringlich schildert Olaf Sundermeyer die konkreten Formen rechter Gewalt in beklemmenden Nahaufnahmen, von dem Anschlag auf das Münchner Oktoberfest im Jahr 1980, über Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda, Mölln und Solingen bis hin zu den Anschlägen des NSU. Dabei wird eines deutlich: Der Staat schützt seine Bürger nicht wirksam vor Angriffen von rechts.
Der Autor Olaf Sundermeyer wird einige Passagen aus dem Buch vorlesen und mit den Jugendlichen diskutieren. Interessierte Erwachsene können selbstverständlich auch teilnehmen. Der Eintritt ist frei.
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