"Da setzt Du einen drauf" // Monika Strzelec, Gesicht des Sommers 2013, ist eine Gewinnerin mit Humor und gesundem Selbstbewusstsein

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Mit diesem von einer Nachbarin geschossenen Porträtfoto, das Monika Strzelec mit Blütenkränzchen und „Gute-Laune-Bluse“ in ihrem geliebten Garten zeigt, hat die 73-Jährige wesentlich jüngere Mitbewerber/innen ausgestochen. (Foto: Strzelec)

Nein, aus allen Wolken gefallen ist Monika Strzelec wohl nicht, als die 73-Jährige aus der Aplerbecker Mark von uns am Telefon erfahren hat, dass sie von Anrufern und BürgerReportern mit 24,8 Prozent sämtlicher Votings als „Gesicht des Sommers 2013“ in Dortmund und Schwerte gewählt worden ist: „Ich wusste, meine Freundinnen haben fleißig für mich angerufen ...“

Frisch aus dem Mallorca-Urlaub zurückgekehrt sei sie gleich beim Friseurbesuch aufs Erreichen der Finalrunde unseres Wettbewerbs angesprochen und – zugegeben: noch ein wenig verfrüht – als „Gesicht des Sommers“ tituliert worden, berichtet unsere Gewinnerin mit erfrischend gesundem Selbstbewusstsein. – Und klärt den fragenden Anrufer erst einmal freundlich auf, dass das „z“ in ihrem Nachnamen, der aus dem Tschechischen stamme, nicht ausgesprochen wird: „,Schtreleck‘ ist die übliche Aussprache.“

Von der Nachbarin im Garten fotografiert

Doch wie kam es eigentlich zu Monika Strzelecs Bewerbung, der wohl ältesten Teilnehmerin unserer Leseraktion, bei der sie 158 meist wesentlich jüngere Mitbewerber/innen hinter sich lassen konnte? Monika Strzelec legt los: „Eine Nachbarin hat mich in meinem Garten nach einer meiner Kränzchen-Flechtereien fotografiert“, erzählt die Gartenfreundin: „Und als ich dieses Mittsommer-Bild meinen Freundinnen zeigte, mit denen ich mich regelmäßig einmal im Monat zum Frühstück treffe, meinten die sofort: ,Damit bewirbst Du Dich beim Stadt-Anzeiger!‘“

"So eine verrückte Alte"

Triebfeder, ergänzt Monika Strzelec, sei vor allem ihre Freundin Rita Becker gewesen, die befand: „So eine verrückte Alte.“ Und die Frühstücksrunde bestärkte Monika Strzelec sogleich darin, sich unbedingt als „Gesicht des Sommers“ zu bewerben. „Wir Senioren kommen doch sonst nirgendwo vor. Monika, da setzt Du einen drauf!“, sei sich die Runde einig gewesen, schmunzelt unsere Gewinnerin rückblickend.

Gesagt, getan. Nun musste nur noch Monika Strzelecs Tochter Claudia Blesch für die Online-Bewerbung eingespannt werden, denn: „Ich selbst bin ohne PC und Internet...“, gesteht unser frisch gekürtes „Gesicht des Sommers 2013“.

Reichlich Bestärkungen und Zuspruch hatte Monika Strzelec auch gleich in den Kommentaren in unserer BürgerCommunity Lokalkompass mit ihrer Bewerbung geerntet. Und auch unsere fünfköpfige Jury um Profi-Fotograf Roland Klecker („Hafen-Studio“), die die zehn Finalistinnen und Finalisten auszuwählen hatte, war sich einig: „Monika Strzelec gehört unbedingt unter die letzten Zehn!“

"Mähne wie Milva zurückwerfen"

Dass ihr als Hauptpreis neben dem Beauty-Shooting mit Fotograf Klecker und der Kosmetikschule Beautyworld am 3. Oktober beim „Dortmunder Herbst“ auch eine Haarverlängerung/-verdichtung bzw. alternativ Farbe/Strähnchen inklusive Make-up und Stylingberatung, gesponsert vom Wambeler Salon B.Hülsmann, winkt, nimmt die Senioren mit dem silbergrauen Kurzhaar übrigens mit Humor: „Ich wollte schon immer mal wie Milva meine Mähne zurückwerfen...“

Das den Freundinnen zum Sieg versprochene (nachgeholte) „Mittsommerfest“ kann kommen.


ZUR PERSON:

Am 13. Mai 1940 geboren wurde die gebürtige Hörderin Monika Strzelec, die seit 1975 in der Aplerbecker Mark lebt.

Zwei Kinder und sieben Enkelkinder hat die Witwe Monika Strzelec.

Als Krankenschwester, zuletzt im Hüttenhospital, hat sie zunächst gearbeitet, war dann Hausfrau und Mutter.

Ehrenämter hat Monika Strzelec so einige übernommen in ihrer Evangelischen Kirchengemeinde Aplerbecker Mark: 18 Jahre leitete sie den Frauenabendkreis, seit zwei Jahren nun die Gitarrengruppe. Seit 25 Jahren arbeitet unser „Gesicht des Sommers“ zudem ehrenamtlich in der Cafeteria des Aplerbecker Ewaldi-Altenheims mit.
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1 Kommentar
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Fritz van Rechtern aus Neukirchen-Vluyn | 20.08.2013 | 17:44  
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