Neuer evangelischer Pfarrer Johannes M. Ruschke zieht nach den ersten fünf Monaten Bilanz

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Johannes M. Ruschke ist der neue evangelische Pfarrer in der Kirchengemeinde Asseln. (Foto: Günther Schmitz)
 
(Foto: Günther Schmitz)
Dortmund: Kirche Brackel |

Die ersten fünf Monate sind (fast) um: Zeit für Johannes Michael Ruschke, den neuen Pfarrer in der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Asseln, Bilanz zu ziehen und zu erzählen, wie er und seine 3700 Gemeindemitglieder sich bisher kennengelernt haben.

Wie sind Ihre ersten Monate in Asseln verlaufen?
Johannes M. Ruschke: Die Tage waren sehr anstrengend. Ich habe mir erst mal einen Überblick verschaft. Man merkt, dass die Gemeinde über ein halbes Jahr, nachdem mein Vorgänger Ulf Schlüter weg war, unruhige Zeiten hinter sich hat. Ich wurde aber sehr positiv aufgenommen.

Haben Sie sich schon in Asseln eingelebt?
Ich bin auf gutem Wege, auch wenn ich noch in der Einarbeitungsphase bin. Es gibt hier ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl. Auch wenn ich erst im April nächsten Jahres richtig gewählt werde, fühle ich mich hier schon angekommen.

Wie war Ihre Zeit in der Lutherischen Gemeinde Siziliens?
Da ich nach dem 1. Examen nicht gleich ein Vikariat bekam, hatte ich überlegt, was ich machen könnte. Ich bin sehr italophil, daher entschloss ich mich, in die deutschsprachige Gemeinde auf Sizilien zu gehen. 90 Prozent der Gemeinde sind Frauen. Die Wege waren sehr weit und die ev. Kirche wird dort von Katholiken fast wie eine Sekte angesehen. Es war aber eine tolle Erfahrung!

Wie sehen Ihre Ziele in Asseln aus?
Ich möchte das, was gut läuft, auch beibehalten. Die Gemeinde und das Familienzentrum etwa sind sehr gut verknüpft; zudem gibt es für alle Altersschichten gute Angebote. Ich möchte aber auch neue Ehrenamtliche gewinnen und bei meiner Gemeindearbeit mehr auf junge Familien zugehen.

Was ist für Sie das Besondere an Asseln?
In Asseln gibt es mehr „heile Welt“ als in anderen Stadtteilen. Hier gibt es viel Tradition, die auch gut angenommen wird. Zum Erntedankfest etwa war die Kirche komplett voll. Trauerzüge gehen immer über den Hellweg zum Friedhof, dann steht der ganze Ort still. Auch lassen sich viele in der Kirche trauen, die gar nicht aus Asseln sind.

Was wollen Sie als nächstes angehen?
Ich möchte den Kindergottesdienst neu strukturieren und werde dazu auch die Gemeinde befragen.

Wie läuft die Zusammenarbeit in Asseln?
Ganz alleine wäre das alles nicht zu schaffen. Unter anderem werde ich toll durch die Vorsitzende des Presbyteriums Andrea Auras-Reiffen unterstützt. In Zukunft möchte ich auch die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden ankurbeln.

Haben Sie schon Vereine und Verbände in Ihrer neuen Gemeinde kennengelernt?
Als Privatperson bekomme ich natürlich einiges mit. Meine Kinder sind etwa im Fußballverein. Die Schulen habe ich durch die Schulgottesdienste kennengelernt.

Werden Sie sich an der Debatte um den Fluglärm beteiligen?
Da werde ich mich auch engagieren. Ich finde, als Kirchengemeinde sollte man sich für den Ort einsetzen. Es ist aber noch nichts Konkretes geplant.

Wo werden Ihre Schwerpunkte liegen?
Ich bin sehr in der Frauen- und Seniorenarbeit engagiert. Auch junge Erwachsene und Familien zwischen 20 und 40 möchte ich gerne erreichen.

Johannes Michael Ruschke ist in Hagen, Bethel und Soest aufgewachsen. In Bethel, Tübingen und Berlin hat er Theologie studiert.
Der 34-Jährige war seit 2010 Vikar in Welling­hofen. Ab 2013 war er theologischer Referent des Superintendenten und Pfarrer in Eving.
Seit dem 1. Juli ist er neuer Pfarrer in der evangelischen Gemeinde Asseln.
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