"Willkommens-Teams" sollen Flüchtlinge nach Auszug aus Übergangseinrichtungen unterstützen // Pilotprojekt in den Bezirken Brackel und Aplerbeck

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Die Betreuung in den Flüchtlingsunterkünften - hier ein Bild vom Sommerfest mit Bewohnern und ehren- und hauptamtlichen Helfern im Wickeder Flüchtlingsdorf Morgenstraße im Sommer 2015 - funktioniert. Die Willkommenskultur soll zunächst in den Bezirken Brackel und Aplerbeck auf die Betreuung der Flüchtlinge nach dem Auszug aus den Übergangseinrichtungen ausgeweitet werden, um deren Integration zu erleichtern. (Foto: Günther Schmitz)

„Willkommens-Teams“ sollen Flüchtlinge in den Stadtbezirken Brackel und Aplerbeck dabei unterstützen, sich nach ihrem Auszug aus den Übergangseinrichtungen im Stadtteil zu integrieren. Voraussichtlich im September 2016 startet ein einjähriges Pilotvorhaben. Die politischen Gremien diskutieren derzeit einen entsprechenden Vorschlag des Verwaltungsvorstands.

Ungefähr 150 geflüchtete Familien leben in Wohnungen in den Bezirken Brackel und Aplerbeck, nachdem sie aus einer der 19 Unterbringungseinrichtungen der Stadt ausgezogen sind. In der neuen Umgebung zurechtzukommen, stellt sie vor vielfältige und unterschiedliche Herausforderungen. Nötig ist daher eine Begleitung, die individuell auf Probleme und Fragen im Alltag eingeht. Diesem Ansatz folgt das nun vorgelegte Konzept. Ziel ist es, ein Netzwerk aus haupt- und ehrenamtlich Tätigen aufzubauen.

OB Sierau: "Integration ist kein Selbstläufer"


„Dieser neue Baustein zielt darauf, das Unterstützungsangebot passgenauer auszurichten, Lücken zu erkennen und diese zu schließen. Integration ist kein Selbstläufer. Sie muss organisiert und begleitet werden“, so Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Sozialdezernentin Birgit Zoerner erwartet neue Erkenntnisse zu Art und Umfang gewünschter und erforderlicher Unterstützung. „Wir erhalten unzählige Schilderungen aus den Erfahrungen des Ehrenamts und haben viele Eindrücke aus der eigenen Fallarbeit. Wir wollen dies nun zusammen führen und Netzwerkstrukturen entwickeln, die den Bedarfen gerecht werden“, ergänzt Birgit Zoerner.

Im Anschluss an die Pilotphase soll das Konzept vervollständigt und verfeinert werden und könnte nach entsprechender politischer Diskussion auf weitere Stadtbezirke übertragen werden.

Caritas-Verband ist Partner für die Pilotphase


Als Partner für die Pilotphase wurde der Caritas-Verband Dortmund gewonnen. Gespräche und Verhandlungen zur Projektierung und Konkretisierung der Zusammenarbeit laufen schon seit Monaten. Sie werden nun zügig abgeschlossen. Die Teams sollen aus jeweils einer Fachkraft des Verbandes und einem Pendant aus der Verwaltung bestehen, ähnlich wie bei den erfolgreichen städtischen Seniorenbüros. Sie sollen gleichberechtigt zusammen arbeiten und bilden den Kern des zu entwickelnden Netzwerks.

Rat entscheidet am 7. Juli


Das Vorhaben wird durch die Akteure in den Modellregionen intensiv begleitet, so der Oberbürgermeister. Die Bezirksvertretungen Aplerbeck und Brackel haben die Vorlage bereits einstimmig begrüßt und eine positive Empfehlung ausgesprochen. „Ich hoffe, dass wir auch im weiteren Verlauf grünes Licht von den politischen Gremien erhalten", so Birgit Zoerner. Der Rat entscheidet abschließend am 7. Juli.
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