Asselner Krippe ist Helmut Bourgers Erstlingswerk

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Die Figuren der großen Krippe im Jugendstil-Altarraum der Asselner Lutherkirche stammen von dem bekannten Künstler Helmut Bourger von der Mosel. Hier folgen die drei Weisen aus dem Morgenland, bekannt auch als Heilige Drei Könige, dem Stern zur Krippe mit Maria, Josef und dem Jesuskind. (Foto: Günther Schmitz)
Dortmund: Luther-Kirche Asseln |

Die Krippe der Asselner Lutherkirche am Hellweg hat eine lange Geschichte: Über sechs Jahrzehnte ist es her, dass die von Helmut Bourger (1929-89) geschaffenen Figuren zum ersten Mal zu sehen waren.

Der damalige Pfarrer Georg Küper hatte durch viele Aufenthalte in dem Moselort Klotten Kontakt mit Bourger aufgenommen. Nach vielen Gesprächen wurde am 12. August 1953 auf der Burg Coraidelstein der Vertrag unterzeichnet. Am 28. November wurden die Figuren in einem Behälter von der Burg auf die Reise nach Asseln geschickt.

„In der Asselner Kirche stehen immer noch die Originalfiguren“, verrät Klaus Coerdt, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Asseln. „Sie werden stets vorsichtig behandelt.“ Der Flöte spielende Hirte, der für Bourger typisch war, gehörte übrigens nicht zum Auftrag und wurde vom Künstler hinzugefügt. Heiligabend 1953 war die Krippe, nach überaus schwierigen Aufbauarbeiten, erstmals anzuschauen.

Der Untergrund wird für die Figuren aus Tannengrün, Moos und Sand hügelig gestaltet, um versteckt kleine Lichtquellen anbringen zu können, die das die dunkelroten Plastiken gut in ihrer plastischen Gestaltung zur Wirkung bringen. An der Asselner Krippe befinden sich auch drei Kreuze auf einem kleinen Hügel. Sie symbolisieren Golgatha - und somit ist der Zusammenhang zwischen Geburt und Tod Jesu dargestellt. „Das steht für die Aussage, dass Gottes Sohn als Mensch unter uns lebt, am Kreuz stirbt und die Sünden auf sich nimmt“, erklärt Coerdt.

Helmut Bourger erhielt eine Menge Aufträge durch Pfarrer Küper. Er schuf Plastiken, Vasen, Schalen, Teller, Skulpturen und vieles mehr. Elisabeth Wilms, die filmende Bäckersfrau, war seinerzeit Großabnehmerin. Sie bestellte unter anderem einen Sämann und Eisengießer. Heute noch werden seine posthume aufgelegten Bronzemotive bewundert und gekauft.

Bereits 2005 hat Coerdt einen Aufsatz über die Figuren verfasst. „Meine Informationen erhielt ich von Karin Geisler, die den Künstler noch persönlich kannte“, so der Heimatforscher.

Den Aufsatz über die Bourger-Krippe finden Sie hier.

P.S.: Am Mittwoch (7.1.) werden wieder Führungen im Rahmen der offenen Kirche angeboten.
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