Rot-Weiße wollen Gold: SV Brackel 06 kann 2015 den Westfalenliga-Aufstieg schaffen

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Die erste Seniorenmannschaft des SV Brackel 06 kann sich berechtigte Hoffnungen machen, dass man – derzeit souveräner Tabellenführer der Landesliga-Staffel 3 mit sieben Punkten Vorsprung – auch am Ende der Saison ganz oben steht und den Aufstieg in die Westfalenliga schafft. (Foto: Olaf Machentanz / SV Brackel 06)
 
Axel Schmeing, Erfolgstrainer beim Landesliga-Spitzenreiter und Dortmunder Hallen-Vizemeister, ist bis zum Saisonende 2016 an den Verein gebunden. (Foto: Stephan Schütze)
Dortmund: Sportplatz am Hallenbad |

„Wenn man sieben Punkte Vorsprung auf den Zweiten hat, kann man nicht sagen, wir wollen Vierter oder Fünfter werden. Klar, wir wollen in die Westfalenliga aufsteigen!“

„Wichtig ist nur, dass wir nach der Winterpause vernünftig aus den Startlöchern kommen“, mag Wolfgang Römer, Sportlicher Leiter des SV Brackel 06, seine Saison-Zielvorgabe für den aktuellen Spitzenreiter der Landesliga-Staffel 3 nur geringfügig einschränken.

Und die vor dreieinhalb Wochen von einer sich im Turnier ständig steigernden Mannschaft mit besten Leistungen erspielte Vize-Meisterschaft bei den 31. Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaften sei eine weitere Motivation, finden Römer und sein Mitstreiter in der Sportlichen Leitung, Erich Mörchel.

Erfolgsserie mit Trainer Axel Schmeing


„Sicher, die Herbstmeisterschaft zu vergolden, ist unsere Aufgabe“, meint auch Axel Schmeing. Mit seiner jungen Mannschaft hat der SVB-Trainer in nur viereinhalb Jahren, nachdem er gemeinsam mit den Spielern Philipp Leonhardt und Sascha Ambacher vom TuS Körne zu einem bis dahin eher durchschnittlichen Bezirksligisten an die Oesterstraße gewechselt war, eine regelrechte Erfolgsserie hingelegt: Nach den Plätzen 3, 2 und 1 in der Bezirksliga gelang der Aufstieg in die Landesliga, in der sich der Neuling vom Hallenbad 2014 gleich als Dritter etablieren konnte. Und dort überwintern die Rot-Weißen in ihrer zweiten Landesliga-Saison nun als souveräner Tabellenführer.

Doch es gehört zur Aufgabe eines umsichtigen Trainers, auf die Euphorie-Bremse zu treten. Vor allem angesichts seines so jungen Teams. – „60 % unseres 22er-Kaders sind U 23-Spieler“, wirft SVB-Vorsitzender Olaf Schäfer ein. – Und so betont Axel Schmeing: „Mir wird zuviel vom Aufstieg geredet. Wir haben noch nichts erreicht. Dazu fehlen noch 15 Spiele. Meine Mannschaft fährt gut damit, wenn wir nur von Spiel zu Spiel schauen.“

Nach dem Trainingsauftakt am 1. Februar stehen gleich einige Testspiele auf dem Programm, fast alle daheim. Das erste am 5. Februar gegen die Landesliga-A-Jugend aus Hombruch. Weitere Gegner werden u.a. die Westfalenligisten SuS Langscheid/Enkhausen und FC Iserlohn sowie die Landesligisten SV Hohenlimburg und Lüner SV sein.

"Es gibt keinen besseren Auftaktgegner als SW Wattenscheid"


Erster Liga-Gegner des SVB nach der Winterpause wird am 15. März dann ausgerechnet SW Wattenscheid sein. „Es gibt keinen besseren Auftaktgegner“, erinnert Schmeing an Brackels bis dato einzige Saisonniederlage: „Wir waren in Wattenscheid wirklich schlecht beim 1:4.“ Eine Woche später dann das unangenehme Lokalderby beim Tabellenletzten. „Die Husen-Kurler werden bis in die Haarspitzen motiviert sein, müssen vielleicht ihre letzte Chance nutzen“, warnt der Trainer des SV Brackel.

Sportlich wie organisatorisch ist der SVB für möglichen Aufstieg gerüstet


Zugegeben: Den größten sportlichen Erfolg des Vereins schafften 1994 die Fußball-Damen des SV Brackel 06. Als Vizemeister der Regionalliga wähnten sich die Frauen bereits vor den Toren der Bundesliga... Ein Westfalenliga-Aufstieg der Rot-Weißen wäre indes der größte Erfolg einer Brackeler Herren-Fußballmannschaft, die bis dato nur zwei kurze Landesliga-Gastspiele 80/81 und 99/00 vorweisen konnte.

„Aber der SVB spielt schon über 30 Jahre lang überkreislich Fußball, nie unter Bezirksliga“, betont Vorsitzender Olaf Schäfer stolz, der sich mit Trainer Axel Schmeing darin einig ist, dass der Verein aus sportlicher wie organisatorischer Hinsicht für den erhofften Aufstieg trotz finanzieller Grenzen in jedem Fall gerüstet sei: „Der SV Brackel hat sich so aufgestellt, dass es für den Verein in der Westfalenliga nicht nur ein Abenteuer wird.“

Zwar stehen zum Saisonende schon zwei Abgänge fest: Torwart Sascha Grieger-Piontek hängt die Fußball- und Handschuhe an den Nagel, Sascha Ambacher nutzt die Chance zum Wechsel zum ambitionierten ASC 09. Doch der SVB setzt weiter auf die Verstärkung durch Eigengewächse, auch auf Rückkehrer nach Brackel. Punktuell werde der Kader mit drei, vier Leuten verstärkt und gute Leute wolle man behalten, sagt Sportlicher Leiter Wolfgang Römer. „Der Großteil der Truppe hat auch für die neue Saison schon zugesagt – egal, ob für die Landes- oder für die Westfalenliga“, freut sich auch Trainer Schmeing über Vertragsverlängerungen wie die mit René Richter, der trotz höherklassiger Angebote in Brackel bleibe. „Und auch der Teamgeist, der Spirit, stimmt in der Truppe!“

Infrastruktur am Hallenbad kontinuierlich ausgebaut


Seit 2001 und in der Ära Schäfer hat der knapp 700 Mitglieder zählende Verein mit seinen aktuell vier Seniorenmannschaften (darunter ein Damenteam) sowie 20 Jugendmannschaften (darunter zwei Mädchenteams) zudem auf dem Sportplatz Oesterstraße die Infrastruktur kontinuierlich ausgebaut: das Café Wellblech, neue Toiletten – Container ade! „Keine Schulden zu machen, ist unsere Priorität“, so Olaf Schäfer. Krönung war im September 2011 die Einweihung des neuen Kunstrasens.

Spätestens bis zum Jahresende 2015 hofft Schäfer, auch den Kabinen-Neubau in Eigenregie hinter dem Hallenbad erfolgreich abschließen zu können. Auch wenn die Deckungslücke wegen der nötigen Umplanung um 25.000 € auf nun 55.000 € gewachsen ist.

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SV Brackel 06
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