Aus für Edeka Jürgens: Nahversorgung in Wellinghofen wird weiter ausgedünnt

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Der Edeka-Markt Jürgens schließt spätestens zum Jahresende. Foto: Nolte
Dortmund: Edeka Jürgens |

Spätestens zum Jahresende schließt der Edeka-Markt an der Godekinstraße. Für die Nahversorgung in Wellinghofen bedeutet das einen weiteren Rückschlag. Künftig wird es nur noch zwei Standorte geben.


Leere Regale, vergriffene Produkte, eingeschränkte Bedienzeiten – ein Besuch im Edeka-Markt Jürgens an der Godekinstraße 150 lässt keinen Zweifel aufkommen. Hier wird gerade ein Geschäft abgewickelt. Waren werden nicht mehr nachbestellt; verkauft wird nur noch, was an Restbeständen da ist. Fleisch- und Wursttheke sind nicht mehr durchgängig besetzt. Die Mitarbeiter haben nach eigener Aussage längst ihre Kündigungen erhalten. Spätestens zum Jahresende wird der Laden Geschichte sein.

"Einfach nicht mehr wirtschaftlich"


„Es war eine gemeinsame Entscheidung, die wir zusammen mit der Betreiberin getroffen haben“, erläutert Stephan Steves von der Edeka-Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr. Der Mietvertrag für das Objekt läuft aus, eine Verlängerung wird es nicht geben. „Dieses Geschäft ist einfach nicht mehr wirtschaftlich“, begründet Steves mit Blick auf die zu geringe Größe und Quadratmeterzahl des Objektes. Mit dem Edeka-Markt schließt auch die Shop-in-Shop-Filiale der Bäckerei Hosselmann.

Damit endet ein Kapitel der Nahversorgung, das an dieser Stelle an der Godekinstraße durchaus Tradition hat. Auf einen Co op-Supermarkt war hier 1998 Edeka gefolgt. Vor allem für die Anwohner der anliegenden Godekin-Siedlung war der Markt immer erste Anlaufstelle. Hinter vorgehaltener Hand fürchtet man hier ohne Edeka auch um das künftige Erscheinungsbild. „Wir haben Angst, dass die Gegend bei einem Leerstand zu einer Schmuddelecke verkommt“, heißt es aus der Nachbarschaft.

Weiterer Edeka-Markt schloss 2011


Einen derartigen Leerstand hat bereits die Aufgabe eines weiteren Edeka-Objektes in Wellinghofen nach sich gezogen. Der Edeka-Markt Heiermann an der Preinstraße hatte Anfang 2011 geschlossen – ebenfalls aus wirtschaftlichen Gründen. Die Geschäftsräume sind trotz zentraler Lage heute noch verwaist. Damals hatte die Edeka Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr davon gesprochen, im Ort einen neuen Laden einrichten zu wollen. Realisiert wurde das bis zum heutigen Tage nicht. Jetzt schließt auch der zweite Markt.

Trotz dieser Entwicklung betont Stephan Steves: „Wellinghofen bleibt für uns im Fokus!“ Konkrete Pläne aber gibt es offenbar keine. „Wir sind immer auf der Suche nach geeigneten Objekten, ob zur Miete oder als Neubau“, so der Geschäftsführer weiter.

Schließung noch vor Weihnachten?


Fakt aber ist: Demnächst wird Wellinghofen nur noch zwei Standorte zur Nahversorgung aufweisen, neben einem Rewe-Markt noch einen Netto Discount an der Preinstraße. Im Edeka Jürgens hingegen gehen am 31. Dezember die Lichter aus – spätestens. Realistischer scheint sogar ein früherer Schließungstermin noch vor Weihnachten, sollten die Waren zur Neige gehen und die Kunden ausbleiben. Die Mitarbeiter haben sich darauf schon eingestellt.
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