Wasser-Gruselfront auf Zeche Zollverein

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Wir haben uns heute auf den Weg zu den bildenden Künsten der Ruhrtriennale 2013 auf Zeche Zollverein gemacht. Besucht haben wir in diesem Zusammenhang: „Douglas Gordon: Silence, Exile, Deceit“ in der Mischanlage der Zeche und „rAndom International: Tower Instant Structure for Schacht XII — Urbane Künste Ruhr.“

Was uns im Groben erwartete wussten wir schon, da die Internetseite der Ruhrtriennale einige Infos bereit hält. Allerdings ist ein kleiner, aber feiner Unterschied zu erkennen, wenn man sich die Künste live vor Ort ansieht. Beeindruckend, sogar schon atemberaubend an sich, ist das UNESCO Weltkulturerbe “Zeche Zollverein“. Wenn sich dann die Londoner Künstler Stuart Wood, Florian Ortkrass, Hannes Koch („rAndom International“), sowie der direkte Nachfolger der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 zusammenschließen, dann entsteht ein Kunstwerk zum Staunen. Gemeinsam haben sich die Künstler in einem Prozess überlegt, wie sie es schaffen, die zentrale unterirdische Wasserhaltung der Zeche bildhaft an die Oberfläche zu bringen. Das haben sie mit einem 19m hohen Turm, einem Wasserbecken in der Größe von 11x12m und 800 Liter pro Sekunde geschafft. Spektakulär!

Nach einem kleinen Spaziergang erreicht man die Mischanlage der Zeche mit der Videoinstallation von Douglas Gordon. Unter uns gesagt: ich konnte mir nichts hierunter vorstellen. Also hieß es ab in den rumpelnden Aufzug und los in die oberste Etage der Mischanlage. Aus dem Auszug raus, die linke Türe aufstoßen….. Dunkelheit und ein paar Lichteffekte empfangen mich… Düsterer Sound und ein „komisches Gefühl“, das sich in meiner Magengegend breit macht untermalt das schaurige Gesamtbild. Ich muss weiter. Eigentlich nur eine Etage tiefer, aber diese ist komplett von Nebel ummantelt. Leben und Tod, Gut und Böse liegen wie Schuld und Unschuld, sowie Versuchung und Furcht nah beieinander, denke ich, als der dunkle Sound meinen Körper umfasst und die Videosequenzen meine Blicke nicht mehr loslassen können. Rabengeräusche aus der Ferne! … oder ist ein Frauenschrei? Der Nebel wird dichter und aus dem NICHTS taucht eine Feuerwalze vor mir auf. Wo bin ich, was mach ich hier? Spiele ich gerade in einem Horrorfilm wie „Silent Hill“ oder dem Computerspiel „Diablo3“ mit?

Nein! Trotzdem mache ich mich lieber auf dem Weg zum Ausgang und genieße den Sonnenschein des Tages.

Glück auf!
Euer Mann an der Wasser- Gruselfront!
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1 Kommentar
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Lutz Lähnemann aus Hamminkeln | 04.09.2013 | 21:30  
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