Flugzeugabsturz: Weiterhin Schock und Trauer

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Oberbürgermeister Thomas Geisel trägt sich als erster in das Kondolenzbuch der Stadt ein. Foto: Stadt Düsseldorf

Die Germanwings-Maschine 4U 9525 war am Dienstag, 24. März, auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf, als sie über den französischen Alpen abstürzte und rund 150 Menschen in den Tod riss.

144 Insassen und sechs Besatzungsmitglieder waren an Bord des Airbus A320, darunter eine Schülergruppe aus Haltern und zwei Babys. Um 11.56 Uhr hätte ihre Maschine mit der Flugnummer 4U 9525 in Düsseldorf landen sollen. Stattdessen kam um 11.30 Uhr am Flughafen die Nachricht an, die Maschine sei vom Radar verschwunden. Von da an herrschten Trubel, Angst und Bestürzung. Kurz darauf die traurige Gewissheit: Das Flugzeug stürzte mit allen Passagieren ab.
Der Flughafen Düsseldorf richtete sofort ein Krisentelefon für Angehörige ein, um die sich auch Notfallpsychologen und Notfallseelsorger der Feuerwehr kümmerten.
Vereinzelte Crewmitglieder von Germanwings wollten nicht mehr fliegen und so wurden insgesamt 24 Flugbewegungen im Laufe des selben Tages kurzfristig gestrichen, auch für den nächsten Tag wurde die Germanwings-Verbindung nach Barcelona gecancelt.
Unter den Passagieren war auch das langjährige Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, Oleg Bryjak, der zuvor wegen eines Gastspiels in Barcelona war.
Die Unglücksursache ist immer noch unbekannt. Bisher bekannt ist, dass es sich nicht um einen Frontalabsturz, sondern um einen gleitenden Absturz im Sinkflug handelte. Deshalb suchen die Behörden nun am Absturzort fieberhaft nach Hinweisen.

Oberbürgermeister Thomas Geisel gedenkt der Toten


Oberbürgermeister Thomas Geisel informierte sich zusammen mit Flughafenchef Dr. Ludger Dohm über den Absturz und sagte: „Mit großer Bestürzung habe ich vom Absturz der Maschine über den Alpen erfahren. Meine Gedanken sind bei den Menschen, die an Bord waren und ihren Angehörigen.“
Als Zeichen der Anteilnahme ordnete Geisel eine Trauerbeflaggung für das Rathaus an. Außerdem ist im Foyer ein Kondolenzbuch ausgelegt. Dort können in den nächsten Tagen alle, die möchten, täglich von 8 bis 18 Uhr, ihr Mitgefühl ausdrücken. Auch die angekündigte Reise in die Düsseldorfer Partnerstadt Haifa trat der Oberbürgermeister nicht an. „Wir können heute einfach nicht zur Tagesordnung übergehen, sondern halten inne“, so Geisel.
Der Landtag richtete ebenfalls eine Trauerbeflaggung aus und strich für den Folgetag des Unglücks alle Ausschussitzungen und weitere Termine.

Gedenkgottesdienst für die Opfer


Die Katholische und die Evangelische Kirche Düsseldorf laden zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst für die Opfer der Flugzeugkatastrophe ein. Er beginnt am Freitag, 27. März, um 18.30 Uhr in der Basilika St. Lambertus, Stiftsplatz 7, und wird von Superintendentin Henrike Tetz und Stadtdechant Rolf Steinhäuser geleitet und von der ökumenischen Notfallseelsorge sowie der evangelischen Flughafenseelsorge mitgestaltet.
Für Angehörige und andere Hilfesuchende sind weiterhin noch folgende Notrufnummern eingerichtet: 00800/11335577 (Germanwings) und 030/5000 3000 (Auswärtiges Amt).

Jennifer Roggenkämper
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