Handwerk erwartet 2013 eine stabile Konjunktur

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Otto Kentzler, Präsident des ZDH (Foto: ZDH)
Das Handwerk erwartet 2013 eine stabile Konjunkturentwicklung. In der Jahresendumfrage der Nachrichtenagentur Reuters bei wichtigen Wirtschaftsverbänden bezeichnet Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), die Staatsschuldenkrise und in der Folge eine unzureichende Investitionsbereitschaft als größtes Risiko.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie ins neue Jahr?

Otto Kentzler: „Das Handwerk erwartet eine stabile Konjunkturentwicklung auf dem erreichten hohen Niveau. Das wird die Beschäftigung sichern. Das Handwerk wird damit erneut entscheidend zur wirtschaftlichen Stabilität beitragen können.“

Was sind ihre größten Befürchtungen für das neue Jahr, wo liegen die größten Risiken?

Kentzler: „Furcht ist für Unternehmer keine passende Vokabel, jeder muss und wird sich den Herausforderungen stellen. Das größte Risiko liegt in der Staatsschuldenkrise und auch deswegen unzureichender Investitionsbereitschaft.“

Was muss die Politik 2013 unbedingt „liefern“, was die Wirtschaft?

Kentzler: „Die Politik muss sich den Herausforderungen der parteiübergreifend beschlossenen Energiewende stellen – das Hinausschieben wichtiger Entscheidungen bremst das Tempo, führt zu weiter steigenden Verbrauchskosten und gefährdet die Energieversorgung. Die Wirtschaft muss sich insbesondere den Herausforderungen der demografischen Entwicklung stellen und noch mehr für Fachkräftesicherung tun. Die ersten Erfolge im Ausbildungspakt, bei der Familienfreundlichkeit der Betriebe und der Umstellung auf Arbeit bis 67 zeigen, dass dieses Thema sehr ernst genommen wird.“

Fürchten Sie, dass wegen der Wahlen 2013 notwendige Entscheidungen unterbleiben, falsche Weichenstellungen vorgenommen werden?

Kentzler: „Schon 2012 hat die Blockade der Bundesländer ja für teilweisen Stillstand in der Politik gesorgt. Das Handwerk erwartet im Wahljahr aber mindestens, dass die Parteien in der Staatsschuldenkrise weiter gemeinsam verantwortlich handeln. Neue Wohltaten zu Lasten der strapazierten Staatskassen gehören nicht dazu.“

Kommt das Wort „Rezession“ in ihren Erwartungen/Befürchtungen vor?

Kentzler: „Nein.“

Quelle: ZDH

Zu Handwerksthemen finden Sie ebenfalls Beiträge unter http://malerillu.de. , dem Online Magazin der Maler- und Lackierer-Innung Düsseldorf sowie unter http://maler-düsseldorf.de und http://energie-und-fassade.de
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1 Kommentar
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 18.02.2013 | 09:25  
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