Stopp: Gegen Gewalt! Grundschulprojekt in Oberbilk

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Schüler der Klasse 4c der GGS Sonnenstraße üben mit Henryk Lüderitz.
Oft fängt es klein an: Ein Anrempler auf dem Schulhof, ein Wort gibt das andere, schließlich wird geschubst und gerauft – diese Gewaltspirale wollen Schüler und Lehrer der GGS Sonnenstraße in Düsseldorf-Oberbilk durchbrechen. Das Projekt „Gewaltfrei Lernen“ soll den Anstoß geben.

Wie geht man mit Pöbeleien am besten um? Wie schafft man es, jemanden zu ignorieren und dabei nicht verängstigt und klein, sondern selbstbewusst zu wirken? Die Schüler der Klasse 4c der GGS Sonnenstraße kennen die Antwort: „Schulterbreit stehen“, „Kopf hoch“, „dem anderen in die Augen schauen“. Gemeinsam mit Henryk Lüderitz, Konflikttrainer im Gewaltfrei-Lernen-Team, üben sie in der Turnhalle. „Stopp! Schubs mich nicht!“ – in Gruppenübungen lernen sie, sich souverän zu verhalten.

Nach den drei Doppelstunden ist das Projekt aber noch lange nicht beendet. In der Klasse wird weitergeübt, zudem gibt es praktische Hausaufgaben, etwa auf dem Schulhof abseits stehende Kinder ansprechen. Die anderen Klassen der Schule nehmen ebenfalls am Projekt teil, bei einem Elternabend wurden die Familien über das Projekt informiert. Und die künftigen Erstklässler sollen ebenfalls einbezogen werden.

Das Konzept des Vereins „Gewaltfrei Lernen“ wurde in Köln bei der Tätigkeit an vielen Schulen entwickelt. Einige der Gesten und Griffe, die die Kinder lernen, sind aus klassischen Kampfsportarten wie Judo entlehnt.

Schulleiterin Heike Dick-Bergmann ist vom Projekt begeistert: Das Verhalten der Kinder auf dem Schulhof habe sich bereits geändert. „Das Miteinander wird gelassener und freundlicher.“ Unterstützt wird „Gewaltfrei Lernen“ durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West, die den größten Teil der Projektkosten für die GGS Sonnenstraße übernimmt.
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