Buchbesprechung: Krimi

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Jutta Ouwens: In todsicheren Händen; Leporello Verlag Krefeld 2012; 216 Seiten; ISBN: 978-3-936783-48-3

In der Duisburger Zentralklinik stirbt eine hochbetagte Patientin. Da die Todesumstände ungewöhnlich sind und sich die Stationsschwestern in Widersprüche und Schuldzuweisungen verwickeln, ermittelt die örtliche Duisburger Kriminalpolizei.

Die Psychologin Vera Ritter ist in beratender Funktion für die Kripo tätig. Die Situation wird für sie und ihre Familie zur Belastungsprobe. Ihre Tochter Elisabeth arbeitet schließlich auf der fraglichen Station - und verschwindet nach dem oben genannten Todesfall.

Ouwens ist Jahrgang 1950. Sie lebt in Duisburg und arbeitet hier als Fachkrankenschwester für Psychiatrie. Dies hier ist ihr erster Kriminalroman.

Denn zumindest vordergründig ist dies hier natürlich ein Kriminalroman. Schließlich ermittelt die Kripo in einem mysteriösen Todesfall und beim Verschwinden einer jungen Dame.

Schaut man jedoch genauer hin, bietet die Autorin aber deutlich mehr. Sie schildert die Arbeitsbedingungen in einem kommunalen, städtischen Krankenhaus - der Duisburger Leser wird den Klarnamen ganz schnell erkennen.

Psychologisch dicht beschreibt sie auch die beruflichen und sozialen Verhältnisse der Schwestern und Pfleger untereinander. Beide Ebenen überdecken über weite Strecken die "Kriminalfälle", so daß sich der Krimi-Liebhaber schon zusammenreißen muß, um das Buch überhaupt zu Ende zu lesen.
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