Overbecks Kanzelvortrag

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"Der "Salvator Mundi" als ökumenischer Impuls für das gemeinsame Handeln der Christen in der Stadt" war der Kanzelvortrag von Bischof Franz-Josef Overbeck am 3. Juli 2016 in der Salvatorkirche überschrieben.

Dies war kein neues Format, das mit der altbewährten Kanzelrede zu verwechseln ist. Die gut besuchte Veranstaltung gehört zum Festprogramm anläßlich des 700. Geburtstages der Salvatorkirche.

Pfarrer Martin Winterberg weist in seiner Einführung darauf hin, daß auch der Essener Dom in diesen Tagen 700 Jahre alt geworden ist. "Salvator war früher eine christliche Kirche. Das war noch in der Zeit, als nicht nach den Konfessionen unterschieden wurde." In beiden Konfessionen gibt es Strukturveränderungen und zumindest auf persönlicher Ebene viele Freundschaften und Kontakte.

Overbeck war vor 6 Jahren beim Gottesdienst anläßlich des Gottesdienstes für die Opfer der Loveparade zum ersten Mal in der Salvatorkirche.

"Liebe, Freude, Hoffnung, aber auch Tod, Trauer und Angst - alles liegt in Gottes Hand. Gott ist unseren Leben zugewandt. Er ist für uns da," führt der oberste Katholik des Ruhrgebietes aus. "Diesen Glauben glauben und bekennen wir. Wir tun dies trotz aller Fragen aus Überzeugung. Der christliche Glauben wird nicht mehr von allen Menschen geteilt - das ist anders als vor 700 Jahren. Wir leben in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft. Wir haben eine besondere Verantwortung für die Stadt, das Land und das gesellschaftliche Zusammenleben," führt Overbeck aus.

Er erinnert an die vielen ökumenischen Gottesdieste, beispielsweise für die unbedachten Verstorbenen oder zu Beginn der neuen Ratsperiode, die Barbara-Feier, die Nächte der offenen Kirchen oder die Telefonseelsorge.

"Wir haben die Trennung noch nicht überwunden, aber das Gegeneinander, die gegenseitigen Diffamierungen oder das Bekriegen," betont er und fragt: "Wie kann Ökumene beginnen? über die inhaltliche Annäherung, auch mit den Orthodoxen und freikirchlichen Gemeinden? Allein die ACK in Duisburg hat 13 Mitglieder!"

Ökumenische Gottesdienst reichen nach seiner Ansicht nicht. "Das gemeinsame Planen und Handeln ist wichtig - es geht um das entlasten, stützen und stärken."

Die Rede ist irgendwie gelungen. Sie kann in ihrer Gänze auf den Weltnetzseiten des Ruhrbistums nachgelesen werden, wie der Oberhirte in einem kurzen privaten Gespräch hinterher betont.
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