Preisverleihung und Ausstellungseröffnung EVONIK JUGENDKUNSTPREIS 2015 Jugend interpretiert Kunst

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    Duisburg: MKM Museum Küppersmühle | Mittwoch 17. Februar 2016, 19.00 Uhr

Laufzeit: 18. – 28. Februar 2016

MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg
450 Schüler, 1000 Ideen, eine nicht zu beziffernde Menge an neuen Eindrücken und nicht zuletzt insgesamt 8.000 Euro Preisgeld – das ist der Evonik Jugendkunstpreis im MKM Museum Küppersmühle. Die Kreativität der Zukunft fördern ist das erklärte Ziel des Projekts, das die Stiftung für Kunst und Kultur e.V. seit nunmehr 15 Jahren im MKM realisiert. Seit 2014 wird der Wettbewerb durch das in Essen ansässige Spezialchemie-Unternehmen Evonik Industries ermöglicht.

Hunderte Schulklassen haben sich beworben, 20 haben am Wettbewerb teilgenommen. Sie werden bei der Preisverleihung dabei sein und der Bekanntgabe der Gewinner des Evonik Jugendkunstpreises 2015 entgegenfiebern. Bevor das Geheimnis um die drei besten Wettbewerbsbeiträge gelüftet wurde, begrüßte Fernsehmoderatorin Katty Salié gemeinsam mit MKM-Direktor Walter Smerling die Teilnehmer und stellt das Projekt vor. Weitere Gesprächs-Teilnehmer auf dem Podium sind Thomas Krützberg (Beigeordneter für Familie, Bildung und Kultur der Stadt Duisburg), Markus Langer (Leiter Konzernmarketing/PR Evonik Industries AG), Bernd Neuendorf (NRW-Staatssekretär für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport) und Jurysprecher Coordt von Mannstein (Agentur von Mannstein).

Der Evonik Jugendkunstpreis 2015 geht an das Deutschhaus-Gymnasium Würzburg (BY), die Gesamt- und Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle (SL) und die Realschule Velen/Ramsdorf (NRW). Ausgewählt wurden die diesjährigen Preisträger von den Künstlern Anthony Cragg und Abraham David Christian, der Kunsthistorikerin und Kuratorin an der Bundeskunsthalle, Susanne Kleine, dem Leiter des Konzernmarketings der Evonik Industries AG, Markus Langer, MKM-Direktor Walter Smerling, Sammlerin Sylvia Ströher und Werbeagentur-Chef Coordt von Mannstein. Ihre Entscheidung für die ersten drei Plätze begründet die Jury wie folgt:

Platz 1:
Der Evonik Jugendkunstpreis 2015 geht an das Deutschhaus-Gymnasium Würzburg für die Arbeit „Blick in den Spiegel“, die durch ihre kompositorische Gestaltung überzeugt. Hervorzuheben ist vor allem die starke Reflektion aktueller Entwicklungen. Insbesondere die Integration heutiger sozialer und technischer Phänomene ist gelungen, denn der Beitrag zeigt Resultate unserer fortschrittsorientierten Gesellschaft am Beispiel der Digitalisierung und technischen Möglichkeiten mit Blick in andere Kosmen auf. Parallel dazu wird der heutigen Wegwerfgesellschaft der Spiegel vorgehalten, werden Wertigkeiten visualisiert und der gesellschaftliche Dialog angeregt. Eine Sonde explodiert, sie begibt sich auf Spurensuche und hinterlässt gleichzeitig Spuren. Überzeugt war die Jury einstimmig von der künstlerischen Umsetzung der Installation und lobte die „Kunstgedankenmacher“ aus Würzburg. Die Schülerinnen und Schüler dürfen sich über ein Preisgeld in Höhe von 5.000,- EUR freuen.

Platz 2:
Der 2. Preis wird an die Gesamt- und Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle vergeben. An der Arbeit „Our one world“ der Schülerinnen und Schüler aus Nohfelden-Türkismühle gefiel besonders die reduzierte, sehr ansprechende Formgebung, die vordergründig lieblich und schön, harmonisch und symmetrisch wirkt. Erst auf den zweiten Blick wird die Wahrnehmung des Betrachters auf das aus der Reihe Fallende, Nicht-Symmetrische gelenkt. Fragen werden aufgeworfen. Warum sind die an der Wand angebrachten Kugeln der kräftigen Farben entzogen – im Gegensatz zu den am Boden liegenden? Was symbolisieren harmonische Masse einerseits und gleichzeitige Gruppendynamik andererseits? Ein kluger und sensibler Wettbewerbsbeitrag, der insgesamt zum Nachdenken/Hinterfragen anregt, und von der Jury daher mit dem 2. Preis ausgezeichnet wird. Das Preisgeld beträgt 2.000,- EUR.

Platz 3:
Über den 3. Preis freut sich die Realschule Velen/Ramsdorf. Die multimediale Installation „Vor die Wand gefahren“ überzeugt durch ihre materielle Vielschichtigkeit. Die Arbeit geht auf aktuelle soziale Themen ein, insbesondere auf die Flüchtlingsproblematik, aber auch allgemein auf menschliche Problemsituationen. Lebensziele und ihre mögliche oder auch unmögliche Erreichbarkeit stehen im Fokus des Beitrags, dem in der Ausführung zudem der Transport starker Emotionen gelingt. Die Schülerinnen und Schüler geben mit künstlerischen Mitteln der Menschlichkeit ein Gesicht. Das Preisgeld beträgt 1.000,- EUR.

Alle 20 Wettbewerbsbeiträge werden mit einer gemeinsamen Ausstellung belohnt, die bis zum 28. Februar 2016 im MKM Museum Küppersmühle zu sehen ist. Die Teilnehmer am Wettbewerb 2015 kommen aus Bedburg (NRW), Daun (RP), Düsseldorf (NRW), Duisburg (NRW), Esslingen (BW), Herbrechtingen (BW), Hohen Neuendorf (BB), Jessen (Elster, ST), Krefeld (NRW), Marl (NRW), Mönchengladbach (NRW), Nieder-Olm (RP), Nohfelden-Türkismühle (SL), Velen (NRW), Weilheim (BY), Wiehl (NRW), Winnweiler (RP), Würzburg (BY), Xanten (NRW) und Zeitz (ST).

Projekt und Sponsoring
Mit bislang 15 Jahren Laufzeit ist der Jugendkunstpreis im MKM eine feste Größe in der künstlerischen Nachwuchsförderung. Viele hundert Schulen bewerben sich jedes Jahr. Das Los entscheidet, welche 20 Schulklassen die Chance zur Teilnahme am Wettbewerb erhalten, bei dem es um vieles geht: um Neugierde, Inspiration, Teamwork und Organisationstalent und nicht zuletzt darum, Ideen und Kreativität neu zu entdecken und Potenziale freizusetzen.

Der Evonik Jugendkunstpreis ist ein Projekt der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn. Die Logistik des Projekts liegt in den (kunst)erfahrenen Händen der Transportfirma Hasenkamp. Seit 2014 wird das ambitionierte Kunstvermittlungsprojekt ermöglicht durch die Unterstützung der Evonik Industries AG: „Wer das Neue in die Welt bringen will, muss sich die Welt anders vorstellen können, als sie ist. Hier begegnen wir als kreativer Industriekonzern der Kunst: Ihre Schöpferkraft schärft unseren Blick für die Möglichkeiten“, begründet Markenchef Markus Langer das Kunst-Engagement des Essener Spezialchemie-Unternehmens.

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2 Kommentare
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Jürgen Daum aus Duisburg | 19.02.2016 | 00:05  
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 19.02.2016 | 06:03  
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