Fakten, Fakten, Fakten: Wissenswertes und Informatives rund um die NRW-Landtagswahl 2017 in Duisburg

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171.092 Duisburgerinnen und 157.653 Duisburger sind am Sonntag aufgefordert, ihre Stimme abzugeben. Archivfoto: Kirchner
Duisburg: Rathaus Duisburg |

Bei der Landtagswahl NRW am Sonntag, 14. Mai, haben 328.745 Duisburgerinnen und Duisburger die Möglichkeit zu entscheiden, welche der insgesamt 32 Kandidatinnen oder Kandidaten für Duisburg ins Landesparlament einziehen werden. Diese hoffen auf ein Direktmandat in einem der vier Duisburger Landtagswahlkreise, die wegen geänderter Einwohnerzahlen neu abgegrenzt worden sind.

=> Bewerberinnen und Bewerber für ein Direktmandat im Landtagswahlkreis 60 Duisburg I (Stadtbezirk Süd und vom Stadtbezirk Mitte die Ortsteile Neudorf-Nord, Neudorf-Süd und Wanheimerort) sind: Sarah Philipp (SPD), Petra Vogt (CDU), Dr. Birgit Beisheim (Bündnis 90 / Die Grünen), Phillip Becker (FDP), Britta Söntgerath (Piratenpartei), Martina Ammann-Hilberath (Die Linke), Heide Mahlberg (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und Basisdemokratische Initiative - Die Partei) und Andreas Laasch (Alternative für Deutschland - AfD).

=> Im Landtagswahlkreis 61 Duisburg II (Stadtbezirk Rheinhausen und der Stadtbezirk Homberg/Ruhrort/Baerl) treten an: Rainer Bischoff (SPD), Sylvia Linn (CDU), Freerk Kiesow-Botyanovska (Bündnis 90 / Die Grünen), Oliver Alefs (FDP), Reinhard Beckmann (Piratenpartei), Lukas Hirtz (Die Linke) und Rainer Holfeld (AfD).

=> Im Landtagswahlkreis 62 Duisburg III (Stadtbezirk Meiderich/Beeck und vom Stadtbezirk Mitte die Ortsteile Altstadt, Neuenkamp, Kaßlerfeld, Duissern, Dellviertel und Hochfeld) kandidieren: Ralf Jäger (SPD), Nicolas Back (CDU), Andrea Wörle (Bündnis 90 / Die Grünen), Rainer Weiß (FDP), Dirk Küsters (Piratenpartei), Birane Gueye (Die Linke), Heiko Schubert (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und Basisdemokratische Initiative - Die Partei) und Reinhold Hoffmeister (AfD).

=> Im Landtagswahlkreis 63 Duisburg IV (Stadtbezirke Walsum und Hamborn sowie vom Kreis Wesel von der Gemeinde Rheinberg die Stadtbezirke Orsoy und Budberg) stellen sich zur Wahl: Frank Börner (SPD), Frank Heidenreich (CDU), Sven Krupka (Bündnis 90 / Die Grünen), Dirk Schlenke (FDP), Kurt Klein (Piratenpartei), Carmen Hornung-Jahn (Die Linke), Karlheinz Hagenbuck (Freie Wähler Nordrhein-Westfalen), Hans-Werner Schwarz (AfD) und Peter Römmele (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands - MLPD).

=> Die Bewerberinnen und Bewerber für ein Direktmandat im jeweiligen Wahlkreis werden mit der Erststimme gewählt. Mit der Zweitstimme machen Wähler deutlich, welche Partei sie auf jeden Fall im Landtag – und möglichst in Regierungsverantwortung - sehen wollen.

Landtagswahlkreise mit neuem Zuschnitt

=> 171.092 Duisburgerinnen und 157.653 Duisburger sind aufgefordert, ihr Kreuzchen zu machen. Rund 17 Prozent der Wahlberechtigten haben einen Migrationshintergrund. Erstmalig wählen dürfen bei der Landtagswahl 10.085 Bürgerinnen und 10.487 Bürger.

=> Die 60-Jährigen und Älteren bilden die zahlen- und anteilsmäßig stärkste und damit wichtigste Wählergruppe (35,8 Prozent), gefolgt von der Gruppe der 45- bis 59-Jährigen (28,4 Prozent). Mit 30.001 Wahlberechtigten beziehungsweise 9,1 Prozent stellen die 18- und 24-jährigen Jung- oder Neuwähler die kleinste Gruppe dar. Diese 18- bis 24-jährigen Wahlberechtigten sind vermehrt in den Landtagswahlkreisen 62 (Mitte) und 63 (Nord) anzufinden (9,8 Prozent beziehungsweise 9,7 Prozent). Wahlberechtigte, die 60 Jahre oder älter sind, sind eher in den Landtagswahlkreisen 61 (West) beziehungsweise 60 (Süd) anzutreffen (37,3 Prozent beziehungsweise 36,7 Prozent).

Starke Briefwahlbeteiligung wie schon 2012

=> Bei der Briefwahl zur Landtagswahl 2017 zeigt sich in Duisburg eine ähnlich starke Beteiligung wie im Jahr 2012. Stand 9. Mai 2017 betrug die Zahl der Briefwähler 37.248.

=> Die Wahlbeteiligung bei der letzten Landtagswahl im Mai 2012 lag in Duisburg bei 53,0 Prozent. Von den in Duisburg abgegebenen gültigen Zweitstimmen entfielen unter anderem 52,3 Prozent auf die SPD, 16,5 Prozent auf die CDU, 8,9 Prozent auf die Grünen, 7,9 Prozent auf die Piraten, 4,9 Prozent auf die FDP, 3,8 Prozent auf die Linke. Alle vier Duisburger Direktmandate gingen an die SPD (Sarah Philipp, Frank Börner, Ralf Jäger, Rainer Bischoff). Darüber hinaus zogen über ihre Landeslisten Petra Vogt für die CDU, Dr. Birgit Beisheim für die Grünen und Holger Ellerbrock für die FDP in den Landtag ein.

=> Landesweit wurde im Jahr 1975 mit 86,1 Prozent die höchste Wahlbeteiligung verzeichnet, die niedrigste Wahlbeteiligung musste bisher bei der Landtagswahl im Jahr 2000 mit 56,7 Prozent registriert werden.

=> Die Wahlperiode des Landtags NRW beträgt fünf Jahre. Am Sonntag wird der nun 17. Landtag NRW gewählt.

=> Am Wahltag beginnt ab 18 Uhr die Auszählung der Stimmzettel in allen Duisburger Stimmbezirken. Diese findet öffentlich statt. Sobald das Ergebnis festgestellt ist, wird dieses durch den Wahlvorsteher verkündet und an den zentralen Ergebnisdienst telefonisch übermittelt. Das vorläufige amtliche Endergebnis wird voraussichtlich ab 20 Uhr vorliegen.

Vorläufiges amtliches Endergebnis gegen 20 Uhr erwartet

=> Der Verlauf der Auszählung kann über die Wahlergebnispräsentation im Internet unter wahlergebnis.duisburg.de verfolgt werden. Dort können die Ergebnisse nach den vier Landtagswahlkreisen, den Duisburger Stadtbezirken, den Kommunalwahlbezirken, den 323 Stimmbezirken und den Duisburger Bundestagswahlkreisen in Grafik- und Tabellenform abgerufen werden.

=> Am Donnerstag, 18. Mai, tagt der Kreiswahlausschuss um 13 Uhr öffentlich und stellt die endgültigen amtlichen Endergebnisse der Landtagswahl fest.

=> Superwahljahr: In Duisburg stehen 2017 nicht nur zwei Urnengänge - wie andernorts in NRW - an, sondern drei, möglicherweise auch vier: Am 14. Mai wird der Landtag NRW gewählt, am 24. September findet die Oberbürgermeisterwahl gemeinsam mit der Bundestagswahl statt. Hat das Duisburger Bündnis gegen den Bau eines Designer-Outlet-Centers bis zum 25. Mai genügend Unterschriften gesammelt und mit seinem Bürgerbegehren Erfolg, muss die Stadt einen Bürgerentscheid in Sachen DOC organisieren. Dieser vierte Urnengang könnte - wegen der Kostenersparnis, wie sie bei der Zusammenlegung von Bundestags- und OB-Wahl angeführt wurde - möglicherweise ebenfalls am 24. September stattfinden.
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