JuDu im Kulturausschuß

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Die Fraktion Junges Duisburg/DAL fordert die Umsetzung des in anderen Städten erfolgreichen Projekts SommerLeseClub in den Sommerferien 2015. Ziel eines SommerLeseClubs ist es, Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren anzuregen, in den Sommerferien Bücher zu lesen. Viele Städte in NRW praktizieren diesen SommerLeseClub mit großem Erfolg.

In einem Antrag hatte Junges Duisburg/DAL im Spätsommer 2014 diese Idee im Kulturausschuss eingebracht. Die Mitglieder des Kulturausschusses einigten sich am 15. September auf einen Prüfantrag an die Verwaltung. Das Ergebnis liegt nun vor: Die Verwaltung lehnt die Einrichtung eines SommerLeseClubs ab. „Die Begründung der Ablehnung ist widersprüchlich und für uns nicht nachvollziehbar“, ist Fraktionsvorsitzender Stephan Krebs (29, Dipl.-Pädagoge) enttäuscht über die Wertung der Verwaltung. „Zu hohe Kosten“ lautet eines der Argumente, viel Personaleinsatz werde durch andere Aktivitäten von der Duisburger Stadtbibliothek bereits gebunden ein anderes. Dabei nehmen selbst Nachbarstädte wie Oberhausen und Mülheim seit Jahren mit positiven Ergebnissen teil. Auch diese können bekanntlich nicht mit Geld um sich werfen, setzen ihre Prioritäten jedoch offenbar anders.

Wo Duisburg seine Prioritäten setzt, lässt sich nicht klar erkennen, denn der Verwaltung reichen „2-3 Kinder pro Klasse“ nicht aus, die nach ihren Prognosen an der Sommeraktion teilnehmen würden. „Es ist aber genau andersherum“, findet die kulturpolitische Sprecherin Christiane Wedding (28, Ärztin): „Wenn nur ein Kind oder Jugendlicher pro Klasse in den siebenwöchigen Ferien den Spaß am Lesen erfährt, hätte sich das Projekt gelohnt“. Sie widerspricht der Verwaltung auch in Bezug auf die Notwendigkeit einer großen Werbekampagne. „Die Werbung für die Aktion läuft auch in anderen Städten über die Schulen und dortige Aushänge“, berichtet Wedding aus anderen Kommunen. Die Stadtverwaltung hält einen Besuch in den Duisburger Schulklassen als Werbung für angezeigt. „Das bindet natürlich Personal, ist aber unnötig – so rechnet man einen Antrag kaputt!“, zeigt sich Wedding verärgert.

Der Verwaltung genügen laut Mitteilungsvorlage die bisherigen Angebote der Stadtbibliothek, welche sich zum großen Teil an Kinder in Grundschulen und Kindergärten richten. Bereits diese könnten aufgrund Personalmangels nicht zufriedenstellend umgesetzt werden, weitere Projekte wie der SommerLeseClub werden deshalb abgelehnt. Unverständlich für Krebs: „Dabei ist gerade der Sommerleseclub ist eine kostengünstige Gelegenheit, dem Bildungsauftrag der Stadtbibliothek gerecht zu werden“.
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