Vor der Vollendung: Wiedereröffnung der Duisburger Mercatorhalle im September

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Ein Blick ins Innere der "neuen" Mercatorhalle. (Foto: Hannes Kirchner)
 
(Foto: Hannes Kirchner)
Duisburg: Mercatorhalle | Die gute Stube der Stadt ist beinahe fertig. Noch liegen Platten über dem Boden, die Sitzreihen kann man nur erahnen, und überall stehen Baugerüste. Doch es wird. Am 1. September soll der Eröffnungstermin für geladene Gäste sein, am 4. September steht die neue Mercatorhalle dann im Rahmen eines Tages der offenen Tür allen Besuchern zur Verfügung.

Die endgültige Fertigstellung verläuft in zwei großen Schritten: Zunächst wurde der Kleine Saal fertiggestellt, der Große Saal soll nun folgen. Am 30. Mai sollen die Arbeiten soweit abgeschlossen sein, dass der Eröffnungstermin in greifbare Nähe rückt.

Vor vier Jahren, am 22. August 2012, wurde die Mercatorhalle aufgrund von Baumängeln geschlossen. Seitdem erfolgte etappenweise die Wiedereröffnung, zunächst des Tagungsbereiches und anschließend des Kleinen Saals. Anfang September soll nun auch der Große Saal fertiggestellt werden. Dann kann die Mercatorhalle ihre Funktion wieder gänzlich aufnehmen und kulturelle Highlights sowie Tagungs- und Kongressveranstaltungen anbieten.

Das Wichtigste: der Brandschutz


Hauptziel der Sanierungstätigkeiten war, die Halle brandschutztechnisch auf den neuesten Stand zu bringen. Hierzu wurde eine neue Notbeleuchtung eingebaut und die Entrauchung optimiert. Ein Saal liegt an der westlichen Außenseite, die bekanntlich auch die Wetterseite ist. Steht nun der Wind unglücklich auf der Entrauchungsanlage, kann dies die natürliche Entrauchung behindern. Darum wurden nun zwölf neue Entrauchungsvorrichtungen eingerichtet. Ende Mai wird ein neuer Entrauchungsversuch stattfinden, im Juli dann der offizielle.
Auch die Kabel wurden im Rahmen einer sogenannten Kompensationsmaßnahme in größere Entrauchungs- und Wartungsöffnungen gelegt. Kabel dürfen normalerweise nicht in Hohlräumen liegen, da sie sonst unentdeckt schmoren können und im schlimmsten Fall die Wand einstürzen kann. Wenn, dann müssen sie in Brandkanälen verstaut sein oder anderweitig gesichert werden. Zudem wurden Rauchmelder installiert.

„Sicherheit geht vor“, so Thomas Hoffschwelle vom Veranstaltungsmanagement der Mercatorhalle. „Die Politik hat uns nicht gehetzt, und die Vorgaben wurden nach Ratschlägen von Fachleuten umgesetzt. Wir rechnen für 2018 mit einer guten Auslastung für die Halle, vergleichbar mit 2011, dem letzten Jahr, in dem die Halle betrieben werden konnte. Und man darf sich freuen, es wird noch in diesem Jahr ein Weltstar in der Mercatorhalle auftreten.“

Die große Halle soll eine Multifunktionshalle werden. Die blaue Decke besteht aus einer dreilagigen Gipskartonwand und wiegt 40 Kilogramm pro Quadratmeter.
Bei Reihenbestuhlung soll die Halle schließlich 1.700 Besucher fassen, circa 500 auf den Rängen und 1.200 im Parkett. Blickfang ist die neue blaue Decke.

Blick hinter die Kulissen für unsere User und Leser


=> Interessierte können sich selbst ein Bild von der Baustellensituation im Großen Saal der Mercatorhalle machen: Am Donnerstag, 12. Mai, von 17 bis 19 Uhr werden 20 Personen Gelegenheit bekommen, mit Helm und Sicherheitsschuhen die Baustelle zu besichtigen und Hintergrundinfos über den Betrieb des großen Veranstaltungskomplexes zu erhalten. Geplant ist eine Art Backstage-Tour hinter die Bühne, durch die Künstlergarderoben und Notausgänge ins Herz der Mercatorhalle, die viele bisher nur von außen kennen. Wer die gute Stube der Stadt gerne einmal von einer ganz neuen Seite kennenlernen möchte, schreibt bitte bis zum 1. Mai eine Mail an: gewinnspiel@wochenanzeiger-duisburg.de. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Text: Janina Schulze, Fotos: Hannes Kirchner
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