"Das Fieber beginnt beim Aufbau"

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Absperrgitter werden rund um das Festivalgelände aufgebaut. Fotos: WachterStorm

Es herrscht reges Treiben auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins St. Georg in Haldern. Allerdings stehen hier nicht Ross und Reiter im Mittelpunkt, sondern vielmehr die Aufbauarbeiten für das bevorstehende Haldern Pop Festival. Der Countdown läuft.


Überall auf dem Gelände verteilt sind Männer und Frauen damit beschäftigt, Zäune aufzustellen, während von einem LKW die Bodenplatten für die große, neue Bühne verladen werden. Steven Kruiff, der im Vorfeld des Festivals viele Dinge aus dem Büro koordiniert hat, packt jetzt hier tatkräftig mit an. Andere sind damit beschäftigt, das Areal der Bühne auszumessen. „Am Sonntag kommt das Grundgerüst der Bühne, welches bis Mittwoch oder Donnerstag aufgebaut wird“, erzählt uns Steven. Dabei arbeitet man schon seit 30 Jahren mit ein und demselben Bühnenbauer aus Willich zusammen. „In diesem Jahr gibt es eine neue Bühne, die knapp zwei Meter höher ist. So kommt die Lichttechnik noch besser zur Geltung.“
Zwar habe man im Laufe der Jahre eine gewisse Routine bekommen, dennoch sei es immer wieder schön, vor allem die Leute wieder zu sehen, die man sonst über das Jahr eben nicht in Haldern trifft. „Wir haben uns heute morgen um 8 Uhr getroffen und die Arbeit verteilt.“ Davon gibt es bis zum Festivalbeginn am kommenden Donnerstag eine ganze Menge. So kommt zum Beispiel am Montag das Spiegelzelt. Alleine zweieinhalb Tage ist man hier mit dem Aufbau beschäftigt, dann kommt erst die Technik. „Donnerstagmorgen haben wir dann den ersten Soundcheck und ab 8 Uhr wird das Gelände für die Camper geöffnet.“

Hauptgelände Donnerstag dicht

Dann strömen sie wieder aus allen Himmelsrichtungen, um einen Hauch von Landluft einzuatmen und später in der Pop Bar, der Kirche, auf der Biergartenbühne oder im Spiegelzelt die ersten Klänge der Bands zu hören, die hier auf dem Haldern Pop auftreten werden. Das Hauptgelände bleibt noch geschlossen. Steven ist schon seit 2001 dabei. Jetzt atmet er Festivalluft ein, packt an, deligiert. Am Programm muss nicht mehr gefeilt werden, das ist bereits rund. „Kurz vor der Eröffnung gehen wir noch einmal sehr genau ins Detail“, so Kruiff. Schließlich soll zum Auftakt alles reibungslos funktionieren.
Anna Braam hilft hingegen beim Aufbau der Absperrgitter. „Ich bin Aktionärin und seit zehn Jahren dabei. Das Fieber beginnt eigentlich schon beim Aufbau, da kommt man so langsam rein.“ Die junge Dame studiert in Bremen, aber das Haldern Pop will sie auf gar keinen Fall ausfallen lassen. „Alle kommen dann zurück, um etwas eigenes aufzubauen.“ Auch während des Festivals gibt es noch genug zu tun. „Aber wenn man die Musik mag, ist die Arbeit eine Nebensache.“
Gestern Abend fand übrigens im Cateringzelt die interne 30 Jahrfeier statt. Die Aktionäre wurden dabei von der Mannschaft des SV Haldern bedient. Ein schöner Festivaleinstieg.
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