Fahrt über die künftige Betuwe-Route

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Der Zug nähert sich aus Rees kommend dem Emmericher Bahnhof, fährt vorbei an der Bahnstraße.
 
So sieht es aus, wenn man mit dem Zug künftig in den Bahnhof in Millingen einfährt. Lärmschutzwände links und rechts.

Zwar rollen auch schon jetzt Tag für Tag Güterzüge von den Niederlanden über deutsche Bahnstrecken. Doch auf deutscher Seite ist die über viele Jahre geplante Betuwe-Route immer noch nicht fertiggestellt. Wobei, das stimmt nicht so ganz. Denn virtuelle Fahrten über die neue Streckentrasse gibt es bereits.

Unter www.oberhausen-emmerich.de kommen Sie auf die Seite der Deutschen Bahn. Hier geht es ausschließlich um die Betuwe-Route. Etwa in der Mitte der Seite findet man den Hinweis "Virtuelle Flüge über die künftige Strecke". Acht Videos sind dort bereits vorhanden, die Teilabschnitte in der Computeranimation zeigen. Mit dabei sind die Planfestellungsabschnitte 3.2 (Rees) und 3.4 (Emmerich).
Wir sind in beide Fahrtrichtungen zugestiegen und haben uns schon einmal einen Einblick verschafft, wie sich die Landschaft mit dem Ausbau des dritten Gleises verändert. Begonnen haben wir mit dem Abschnitt 3.4 (Emmerich). Die Reise beginnt am Schwarzer Weg und zeigt links die grünen Schallschutzwände entlang des Gleises. Sie gehen bis zur Firma Kies & Sand außerhalb von Vrasselt. Dann senkt sich die Aufnahme und man hat das Gefühl, direkt vorne im Zug zu sitzen. Rechts rauschen die Schallschutzwände auf der Zufahrt zum Emmericher Bahnhof an einem vorbei. Über das Gleis 4 fährt der Zug in den Bahnhof ein.
Linker Hand - Fahrtrichtung Elten - beginnt dann schon der Schallschutz, rechts folgt nur wenig später. Vom Bahnübergang Löwentor ist nichts mehr zu sehen, nur Schallschutzwände links und rechts. Vorbei geht es an der Eisenbahnunterführung der van-Gülpemn-Straße und der 's-Heerenberger Straße. Stadtauswärts bleiben beidseitig die Lärmschutzwände. Es folgt die Unterführung Borgheeser Weg und die Brücke Klever Straße, wo sich nur noch auf der rechten Seite die Wände befinden. An der Ingenkampstraße setzen sich die virtuellen Wände auf der Seite zur B 8 hin fort. An der Felix-Lensing-Straße endet die Reise.
Die Reise nach Rees beginnt an der Straßenüberführung Alte Heerstraße. An der Lackhausener Landwehr gibt es einen Überholpunkt. Und dann sind in beiden Fahrtrichtungen jeweils zwei Gleise vor der Unterführung an der Reeser Straße zu sehen. Links ist wieder Schallschutz, der rechts fehlt. Im Bahnhof Empel bleiben die vier Gleise, links in Richtung Ort beginnt der Schallschutz. Nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof geht es wieder auf die freie Strecke. Vor der Hüttenstraße wechseln die Gleise noch mal und schrumpfen sich dann auf drei zusammen. Vor der Bahnstraße in Millingen trennen sich die drei Gleise. Eines führt, geschützt von zwei Lärmschutzwänden zum Haltepunkt Millingen, die anderen beiden laufen links daneben, auch mit Lärmschutz.
Man kann an der Simulation genau sehen, was den Anliegern der Bahntrasse demnächst blüht: sie schauen am Ende des Gartens vor eine hohe Wand. Diese Simulation verdeutlicht das sehr eindrucksvoll. Vorbei geht es dann an der Straßenunterführung Millinger Landwehr hin zur Straßenüberführung der L458. Der Lessingweg darf sich noch einm,al über beidseitigen Lärmschutz freuen. Nach der Straßenüberführung am Alter Deichweg stoppt die Reise an der Stadtgrenze zu Emmerich.
Wer betroffen ist, sollte sich das einmal anschauen. Der Zug nähert sich aus Rees kommend dem Emmericher Bahnhof, fährt vorbei an der Bahnstraße. So sieht es aus, wenn man mit dem Zug künftig in den Bahnhof in Millingen einfährt. Lärmschutzwände links und rechts.
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