Kunstvolle Fadenspiele: Auch Männer finden's irre!

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Strahlende Gesichter bei den Ausstellerinnen und den Mitgliedern des Kultur-Historischen Vereins: Zur Eröffnung waren knapp 100 Gäste in die Alte Cuesterey in Borbeck gekommen. Fotos: Debus-Gohl
 
Das Flötenensemble der St. Franziskus-Kirche erntete jede Menge Applaus für seine Darbietungen.

Mit einer stimmungsvollen Eröffnung hat die Ausstellung „Kunstvolle Fadenspiele“ in der Alten Cuesterey begonnen. Genauso vielfältig wie die Klöppelwerke von Margarete Dettmann und die Stickereien von Angelika Karnofka und Heidrun Klein war auch das musikalische Programm, das vom Flöten-Ensemble der St. Franziskus-Kirche präsentiert wurde.

Die von Susanne Dieker fachkundig angekündigten Stücke, die sie gemeinsam mit Angelika Floßdorf, Anne Schreibert, Margret Kemner, Irmgard Kollorz und Margret Püttmann vortrug, reichten von englischen und amerikanischen Volksliedern über Madrigale und Barockmusik bis hin zum Andantino aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel. Dafür erhielten die Flötistinnen viel Applaus.
Unterdessen überraschte Jürgen Becker die rund 100 Besucher in seiner Begrüßungsrede mit seinem umfangreichen Wissen über die Geschichte der Stick- und Klöppelkunst. Im Vorfeld hatte der Vorsitzende des Kultur-Historischen Vereins Borbeck intensiv zum Thema Handarbeit recherchiert, das bis dahin nicht unbedingt zu seinen Spezialgebieten gehört hatte.

Weihnachtsmarkttag am 27. November

Obwohl die Frauen am Eröffnungstag eindeutig in der Überzahl waren, hat die Ausstellung auch den männlichen Gästen gefallen: „Ein Besuch der Alten Cuesterey ist für Männer ebenfalls sehr empfehlenswert“, stellte der Mülheimer Jürgen Brachat beeindruckt fest. „Vom Handwerklichen her sind sowohl die gestickten als auch die geklöppelten Werke völlig irre.“
Wie kreativ und aufwendig diese Handarbeitskunst ist, können die Besucher am Sonntag, 27. November, von 12 bis 18 Uhr live miterleben, wenn die drei Ausstellerinnen Heidrun Klein, Angelika Karnofka und Margarete Dettmann im Rahmen des Borbecker Weihnachtsmarkttages während der erweiterten Öffnungszeiten zu Fäden und Klöppeln beziehungsweise Sticknadeln greifen und ihre Fertigkeiten demonstrieren. Dabei leisten ihnen noch zwei weitere Klöpplerinnen Gesellschaft. Außerdem werden im Cuesterey-Café inmitten der weihnachtlichen Stickereien von Angelika Karnofka zwischen Nikoläusen, Engeln, Rentieren und Weihnachtsmännern Kaffee und Kuchen serviert.
Bereits zwei Tage zuvor startet das abwechslungsreiche Rahmenprogramm zur Ausstellung. Am Freitag, 25. November, erfolgt um 17 Uhr die Öffnung des von Hannelore Diekmann gestalteten Cuesterey-Fensters. In diesem Jahr neigt sich die liebgewonnene Tradition allerdings dem Ende zu, denn die Schönebeckerin muss Schere und Stift aus gesundheitlichen Gründen leider zur Seite legen. Für das bunte Schlussbild hat sie das Motiv des Liedes „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen“ gewählt und in bewährter Art und Weise mit Seiden- und Transparentpapier sowie Servietten und Scherenschnittpapier eine winterliche Kulisse mit geschmückten Tannenbäumen unterm Sternenhimmel geschaffen. Zum Abschied lädt Hannelore Diekmann im Rahmen der Fensteröffnung zu Rezitation, Gesang und Glühwein ein. Bis zum Ausstellungsende am 8. Januar wird ihr Bild bei Dunkelheit angestrahlt und ist ein besonderer Blickfang an der Außenfassade der Alten Cuesterey.

Weihnachtssterne basteln

Auch für Kinder haben sich die KHV-Organisatoren um Vorstandsmitglied Eleonore Drese, die die Ausstellung konzipiert hat, wieder etwas einfallen lassen. Am 30. November heißt es ab 15 Uhr „Weihnachtssterne basteln – einmal anders“. Unter Anleitung von Eleonore Drese und Elke Rozga, Mitarbeiterin des Essener Jugendamtes im Bürgerhaus Oststadt in Freisenbruch, fertigen Sechs- bis Zwölfjährige aus Butterbrot-Tüten Sterne für den heimischen Weihnachtsbaum an. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 0201 / 60 06 18.
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