Privat-Archiv im Keller - Klaus Diekmanns Sammlung Borbecker Printmedien ist nahezu komplett

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Klaus Diekmann in seinem Privat-Archiv. Seine Borbeck Kurier-Sammlung ist nahezu komplett. (Foto: Debus-Gohl)

Der Keller der Eheleute Diekmann hat was. Nicht, dass die beiden das Untergeschoss ihres Hauses prinzipiell für alle und jeden zugänglich machen würden. Aber wenn jemand mit einem Wunsch an den Hausherrn herantritt, der mit einem bestimmten Ereignis aus der Vergangenheit zu tun hat, mit der Berichterstattung über ein eben solches oder aber einem ganz speziellen Foto. Dann kann er sich der Unterstützung des Schönebeckers gewiss sein.

Der Schönebecker benötigt dazu keinen langen Vorlauf. Und schon gar keine aufwendige Technik. Ein Gang in den Keller und schon hat Diekmann mit geübtem Blick das Gewünschte gefunden. Denn er hat so etwas wie ein Privat-Archiv. Dort hat er auch die 20-jährige Geschichte des Borbeck Kuriers nahezu lückenlos dokumentiert. Aus dem Oktober 1998 stammen die ersten Exemplare.
Das Ganze ist feinsäuberlich sortiert nach Erscheinungsjahren. Und wenn mal eine Ausgabe fehlt, beispielsweise weil die Eheleute im Urlaub waren, dann erfolgt kurz nach ihrer Rückkehr prompt ein Anruf in unserer Redaktion. Exakt werden die laufenden Nummern durchgegeben, mit der Bitte, ob man sie nicht bei Gelegenheit nachliefern könnte. Das tun wir natürlich gerne.

Spannende Lektüre nach dem Eintritt in den Ruhestand

Gesammelt hat Klaus Diekmann aus rein privaten Motiven. "Ich habe mir damals gedacht, dass es sicherlich ganz amüsant und auch informativ sein würde, nach meiner Pensionierung bestimmte Dinge einfach mal in aller Ruhe nachlesen zu können." Eine Einschätzung, mit der der CDU-Politiker nicht alleine dasteht.
"Es gibt häufiger Leute, die mich auf ein bestimmtes Ereignis ansprechen. Da bin ich gerne bereit, die entsprechenden Dinge rauszusuchen. Es gibt ja noch vieles, was nicht digitalisiert ist und sich somit nicht im Internet finden lässt", so Diekmann. Die Besuche im Privat Archiv des Schönebeckers laufen stets nach dem selben Muster ab. Kaum liegen die gewünschten Zeitungsexemplare auf dem kleinen Holztisch, beginnt das Blättern. "Beinahe niemand, der dabei nicht auf bekannte Gesichter stößt", erzählt der Hausherr. Und die rufen mit einem oder zwei Jahrzehnten Zeitdifferenz nicht selten Erstaunen hervor: "Mein Gott, wie jung der damals noch war" oder "Achte auf die schicke Frisur" - das alles sind Aussprüche, die im Diekmannschen Keller in schöner Regelmäßigkeit fallen. "Und die einfach Spaß machen", freut sich der Politiker.

Gesichter und Geschichten mit Wiedererkennungswert

Auch Borbeck Kurier-Fotografin Renate Debus-Gohl stöberte mit Begeisterung in den schon leicht vergilbten Ausgaben der ersten Tage. "Auf der Katzenmesse war ich auch", erinnert sie sich mit Blick auf ein tierisches Ereignis. Und auch bei der Berichterstattung über das traditionelle Hoppeditz-Erwachen in Borbeck stieß sie auf bekannte Gesichter.
Es hat sich eine Menge verändert in den letzten 20 Jahren. Das Layout erlebte nicht nur einmal einen sogenannten Relaunch, der Titelkopf rückte von seiner ursprünglichen Position in die Mitte der Aufschlagseite und wir sind farbig geworden. Waren es zu Beginn nur ausgewählte Seiten, ist inzwischen der komplette Lesestoff mit 4c-Fotos bebildert.
Und neben Print wird längst auch ein Online-Kanal bespielt. Unsere Nachrichten-Community lokalkompass.de ist seit September 2010 eine Plattform für BürgerReporter. Aber auch unsere Printgeschichten sind dort nachzulesen.
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