Umwelttag im Schlosspark Borbeck

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Mit Zangen bewaffnet ging es für die Gerscheder Schüler an die Mülltrennung. Fotos: Winkler

Alte Batterien gehören nicht in die gelbe Tonne, oder? Manchen Patzer erlaubten sich die Gerscheder Schüler beim Umwelttag im Schloß Borbeck schon noch. „Generell bringen die Kinder aber ein gutes Öko-Bewusstsein mit“, fühlte sich deren Lehrerschaft auf gutem Aufklärungs-Wege.

Und dazu taten nach freundlicher Begrüßung am Schlosspark-Tor durch „Fürst-äbtissin“ Birthe Marfording und „Hofmusikant“ Günter Eggert acht Stationen rund um das Schloss und den Park ihr Übriges.

Da gab es zum Beispiel die „Wissens-Rallye“, die knifflige Fragen zu Umwelt-Angelegenheiten stellte. Oder die Müllberge auf der Schlosswiese, die es galt, mithilfe von Zangen in korrekte Kategorien einzuteilen. Glas, Papier, Pappe - Welche Tonne ist denn nun die richtige?
„Darauf sind wir gut vorbereitet“, bereiteten Alessio (10), Julian (11) und Timo (10) aus der 4a die gestellten Aufgaben nur kleine Probleme. Schließlich kennen die Jungs (und natürlich auch die Mädels) das Müll-Trennen von Zuhause, und auch in ihrer Klasse werden die Papierberge ordnungsgemäß separat gesammelt. Zudem erfuhren die Kids der Schule Gerschede bereits im Vorfeld eine intensive Vorbereitung, um die sich deren Klassenlehrer als auch Franz Josef Gründges, Vorsitzender des Fördervereins für Schloss, Arena und Park, gekümmert hatten.

Staffellauf und historische Figur

Ergänzend zu den Wissens-Tests sorgte der Umwelttag für reichlich Bewegung, etwa in Form von Staffelläufen, Fangspielen und einer Spielplatz-Station. Um auch etwas Geschichtliches mitzunehmen, lauschten die Klassen Birthe Marfording, gekleidet als „echte“ Fürstäbtissin in historisches Gewand, die von ihrer Figur und dem Schloss berichtete. Daran knüpfte auch Dr. Bernd Mengede an, der im Schlossturm auf die wissbegierigen Schüler wartete.
Nachdem Schloss und Park besichtigt waren, das Quiz gelöst und die vielen neuen Infos aufgesaugt, lud Prof. Dr. Ilse Storb noch zu einer munteren Body-Percussion in den Saal ein. Die 84-jährige, einzige weibliche Professorin für Jazz-Forschung in Europa und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande für Völkerverständigung, hat von ihren zahlreichen Forschungsreisen durch Schwarzafrika und dem Rest der Welt vielfältige kulturelle Eindrücke mitgebracht, die sie musikalisch mit den Kindern teilte. So präsentierte die Gründerin des „Labor für Weltmusik“ an der Folkwang Musikschule und unter anderem Lehrerin von Helge Schneider den Gerscheder Kindern exotische Instrumente und fremdartige Klänge für deren Ohren. Spannend für die Schüler zu erfahren, was man mit Händen, Fingern und gar Füßen so alles anzustellen vermag.

Mit dem Umwelttag setzt der Förderverein Schloß Borbeck e.V. übrigens durch neues Konzept die vom Borbecker Bürger- und Verkehrsverein initiierte Tradition der Frühjahrsputzaktionen im Stadtteil fort.
Unterstützt wird die Aktion, die erstmals 2009 mit der Dürerschule durchgeführt wurde, von der Stiftung Schloß Borbeck und vom Bürger- und Verkehrsverein.
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