Masterplan Borbeck ist durch: Bahnhofsvorplatz war der letzte Streich

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Großer Bahnhof zur Übergabe des letzten Masterplan-Projektes. Für Moderator Walter Frosch gab es eine Menge Lob. (Foto: Debus-Gohl)

Fast zehn Jahre lang war er das Aushängeschild des Masterplans Borbeck. Walter Frosch, Moderator des Ganzen und der Mann, der unzählige Arbeitsstunden in die Umsetzung und Realisierung der Projekte investiert hat. Ehrenamtlich hat sich der Borbecker mächtig reinhängt. Und dabei eine Menge gelernt.

"Vor allem, wie Verwaltung funktioniert. Da hatte ich als Mann aus der Wirtschaft einigen Nachholbedarf", erklärt er mit einem Augenzwinkern. Seine Aufgabe als Moderator hat Frosch von Dr. Wolfgang Sikorra übernommen. Der hatte in den Anfängen die Fäden in Sachen Masterplan in den Händen. Mit Übergabe der neu gestalteten Fläche vor dem Busbahnhof Borbeck ist der nun jedoch abgearbeitet.

Positives Fazit

Strahlende Gesichter rundum. "Wir haben viel erreicht", zieht der Moderator ein positives Fazit. Und auch Oberbürgermeister Thomas Kufen, der die neue Fläche offiziell der Öffentlichkeit übergab, war voll des Lobes: "Wenn die Borbecker etwas wollen, dann ziehen sie an einem Strang und können somit eine ganze Menge erreichen." Fast eine Million Landesmittel, eine halbe von der Stadt Essen und 230.000 Euro an privaten Geldern sind in die Umsetzung der Masterplan Projekte geflossen. "Die Zusammenarbeit war toll", erinnert sich Frosch. Politik, Kaufmannschaft, Verwaltung und Bürger haben sich zusammen getan, um das Mittelzentrum voranzubringen. Ihr Engagement hat Spuren hinterlassen. "Mein Lieblingsprojekt war der Mehrgenerationenpark am Germaniaplatz", verrät Walter Frosch. Gegenüber dem Philippusstift sind Anlaufpunkte für kleine und große Borbecker entstanden, die Aufenthaltsqualität vermitteln. Die Planer haben an alles gedacht: vom Spielplatz für die Allerkleinsten bis hin zu Rückzugsmöglichkeiten für die Jugend und einem Bewegungsparcours für die Älteren. "Das Besondere an dem Projekt war, dass wir unglaublich viele Beteiligte an einen Tisch bekommen mussten. Doch die Mühe hat sich gelohnt."

Schmuddelecke ist verschwunden

Auch in Sachen Busbahnhof haben die Masterplaner gute Arbeit geleistet. Die Schmuddelecke hinter dem EVAG-Häuschen ist verschwunden. Statt dessen sind neue Parkplätze entstanden. "Das entzerrt die Situation", so Frosch, "vor allem und gerade auch an den Markttagen." Wer mit dem Fahrrad nach Borbeck kommt, kann den Drahtesel bequem an der Fahrradstation am Bahnhof abstellen. Die Ständer sind nagelneu. "Anfang des nächsten Jahres kommen an dieser Stelle auch noch geschlossene Fahrradboxen hinzu", verrät Frosch. "Diese können von Pendlern angemietet werden."
Für seinen Einsatz und die geleistete Arbeit gab es jede Menge Lob von allen Beteiligten. "Man sieht, dass ihnen das Ruhrgebiet, insbesondere natürlich Borbeck, sehr ans Herz gewachsen ist", erklärte Oberbürgermeister Thomas Kufen in Anspielung auf Froschs österreichische Wurzeln. Großer Bahnhof zur Übergabe des letzten Masterplan-Projektes. Für Moderator Walter Frosch (4. v. rechts) gab es eine Menge Lob.Foto: Debus-Gohl
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