Alternativen-Suche: Oldtimertreff Zollverein verpasst Saisonauftakt, vielleicht ab Juli an anderer Stelle

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Im Oktober drehten hier 500 Fahrzeuge die Runde, bald wird gebaut: Von April bis Juni erneuert eine Borkener Firma im Auftrag der RAG Montan Immobilien die Heinrich-Imig-Straße. Archivfoto: Gohl

Die Kombination aus kultigen Karossen und Szenerie des Welterbes war ein echter Hingucker. Jährlich 10.000 Besucher machten den Oldtimertreff Zollverein deshalb zur größten regelmäßigen Klassiker-Schau Deutschlands. Den Saisonauftakt im April verpasst man in diesem Jahr. Grund dafür: Auf dem Welterbe wird bis 2020 gebaut – und in diesem Jahr sind die Straßen der Kokerei dran. Organisatoren und Stiftung Zollverein suchen gerade nach gangbaren Alternativen.

„Der Oldtimertreff war etwas, das wirklich jedem Spaß gemacht hat“, erinnert sich Roland Weiss, Organisator der Veranstaltung. „Die Attraktivität bestand aus der perfekten Verbindung von Thema und Ort – und dem zwanglosen Format.“ 2009 rief der ehemalige Zollverein-Geschäftsführer das Event ins Leben, seitdem stiegen insgesamt 42 Treffen – jeweils am ersten Sonntag von April bis Oktober.
In diesem Jahr werden die schmucken Klassiker auf den Straßen der Kokerei nicht vorfahren, denn im Auftrag der RAG Montan Immobilien erneuert eine Borkener Firma die 1,4 Kilometer lange Strecke. Bis 2020 soll auf Zollverein saniert und renoviert werden, auch die Gebäude werden dann generalüberholt. Weiss: „Der Szene im Ruhrgebiet und weit darüber hinaus fehlt so ein sehr beliebter Event.“

Neuer Standort Gleisharfe?

„Wir bedauern natürlich sehr, dass der Treff in diesem Jahr nicht stattfinden kann“, kommentiert Delia Bösch, Pressesprecherin Stiftung Zollverein. „Es ist leider nicht möglich gewesen drumherum zu bauen.“ In dieser Saison wird der Treff vor der Kokerei nicht stattfinden, weil die in den vergangenen Jahren für das Event genutzten Straße nacheinander renoviert werden: Von Mai bis Juni ist es die Heinrich-Imig-Straße, bis September sind Im Welterbe und Kokereiallee an der Reihe. „Einzige Alternative wäre der Parkplatz von Schacht XII an der Gleisharfe“, glaubt Weiss. „Das kann nicht jede Ecke auf Zollverein sein.“ Zunächst standen als Ausweichmöglichkeiten der Flughafen Essen/Mülheim im Raum, die Hattinger Henrichshütte und der Duisburger Landschaftspark waren weitere Ideen.

Gespräch in der nächsten Woche

Nachdem zwischen der Stiftung Zollverein und den Organisatoren des Oldtimertreffs in den letzten Tagen Funkstille herrschte, gibt es nun einen Hoffnungsschimmer: „Es wird weitere Gespräche mit Herrn Weiss geben“, verrät Stiftungs-Sprecherin Bösch. Für die kommende Woche wurde der Organisator zu einem Treffen mit Hermann Marth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein, eingeladen. Vielleicht klappt‘s ja dann doch mit einer Fortsetzung der Veranstaltung.

Zusätzliche Infos gibt es auch auf der Internetpräsenz des Oldtimertreffs Zollverein.
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