Nord-Ost-Gymnasium: Schüler gewinnen bei "Jugend forscht 2013"

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(Foto: Gohl)
Der Aufwand hat sich gelohnt: Zwei Forschungsgruppen des Nord-Ost-Gymnasiums haben den dritten Platz beim „Jugend forscht“ Wettbewerb belegt. Doch damit nicht genug: Ihr Lehrer Thomas Grünig ist für sein Engagement mit einem Sonderpreis für engagierte Talentförderer ausgezeichnet worden.

Wie wirken sich Schwermetalle aus der Industrie und Regenwasser auf das Pflanzenwachstum aus? Schüler des Gymnasiums Essen Nord-Ost haben sich experimentell mit dieser und weiteren Fragen beschäftigt und die Ergebnisse ihrer Arbeit beim Wettbewerb „Jugend forscht“ vorgestellt.

„Ich dachte nicht, dass es so spannend wird. Die Teilnahme am Wettbewerb war sehr interessant“, berichtet Teilnehmerin Tharsiha Kandasamy.
Sie und ihre Gruppe haben Quellwasser aus dem Kupferbergwerk Marsberg untersucht. Dabei haben sie Wasserlinsen als Bioindikatoren verwendet, da diese sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse wie Schwermetalle reagieren. Im Kontakt mit den Abwässer- und Bodenproben konnte bei den Auswertungen nach 18 Stunden und einer Woche eine Abnahme der Grünflächen festgestellt werden.

Im Rahmen des Projektkurses „Naturwissenschaftliche Forschung in der Schule“ haben 16 Schüler der Stufen 13 und Q1 unter der Leitung von Biologie- und Chemielehrer Thomas Grünig Versuche durchgeführt und diese wissenschaftlich ausgewertet.
Beim Verfahren der Bioindikation versetzten sie beispielweise Wasserlinsen mit unterschiedlichen stark konzentrierten Kupfersulfatlösungen und stellten fest, dass eine hohe Konzentration des Schwermetalls die Pflanzen blasser werden lässt .
Bei der Ausstattung für die Experimente wurden sie finanziell von der Rüttgers Stiftung unterstützt.

Die Idee, beim Jugend forscht Wettbewerb, dem größten europäischen Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Technik, mitzumachen, hatte Projektkursleiter Thomas Grünig. Er meldete zwei Gruppen mit je drei Projektteilnehmern zum Regionalwettbewerb von „Jugend forscht 2013“ in Duisburg in der Kategorie Biologie an.
„Wir konnten zeigen, dass Pflanzen aus unserer Umgebung nicht in der Nähe des Bergwerkes leben könnten. Schon die geringste Konzentration an Schwermetallen reicht zum Aussterben aus“, fasst die Schülerin Shakeirtha Pararajasekaram die Ergebnisse der Forschungsarbeit ihrer Gruppe zusammen.
Schon um sieben Uhr morgens begannen sie am Wettbewerbstag mit den Aufbauarbeiten. „Jede Gruppe hatte einen eigenen Stand, an dem sie ihre Projekte der Fachjury in einem zehnminütigem Vortrag präsentiert hat“, erklärt Thomas Grünig.

Am Nachmittag konnten Besucher die Projekte der insgesamt 47 teilnehmenden Gruppen begutachten. „Neben den Jugend forscht Teilnehmer im Alter von 15 bis 21 Jahren haben auch Schüler bis 14 Jahre ihre Forschungsprojekte bei „Schüler experimentieren“ vorgestellt“, berichtet Thomas Grünig.
Der 31. Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ in Duisburg wurde von der ThyssenKrupp Steel Europe AG unterstützt. Die Teilnehmer haben Projekte aus unterschiedlichen Bereichen wie Chemie, Technik oder Arbeitswelt vorgestellt.
Bei der Preisverleihung wurden den glücklichen Gewinnern dann schließlich die Urkunden und auch die Preisgelder überreicht.
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