Petra Hinz befürwortet Aufstockung des Fonds "Heimerziehung West"

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Für viele Bewohner war es eine traumatische Erfahrung, unter der sie noch heute leiden: Zwischen 1949 und 1975 lebten in der Bundesrepublik Deutschland bis zu 800.000 Kinder und Jugendliche in Säuglings-, Kinder- und Jugendheimen. Um denjenigen zu helfen, die in diesen Einrichtungen Unrecht erlitten haben, wurde auf Empfehlung des Runden Tisches „Heimerziehung“ zum 1. Januar 2012 der Fonds „Heimerziehung West“ errichtet. Am 1. Juli 2012 folgte der Fonds „Heimerziehung in der DDR“.

Aktuell hat in dieser Woche das Bundeskabinett beschlossen, die Mittel für den Fonds „Heimerziehung West“ aufzustocken und bis zum 31. Dezember 2018 zu verlängern. Die Kosten für den Fonds in Höhe von 182 Millionen Euro tragen zu jeweils einem Drittel der Bund, die westdeutschen Länder und die Kirchen. Die zur Verfügung gestellten Mittel sollen dazu verwendet werden, Folgeschäden des Heimaufenthalts abzumildern. Für jeden Betroffenen ist es möglich, Sachleistungen in Höhe von bis zu 10.000 Euro zu erhalten. Zudem werden Ausgleichszahlungen für entgangene Rentenansprüche gewährt.

Für die Essener Bundestagsabgeordnete Petra Hinz ist es wichtig, endlich ein dunkles Kapitel der Leiden in Kinder- und Jugendheimen abschließen zu können: „Für viele Menschen ist der Aufenthalt in Säuglings-, Kinder- und Jugendheimen mit großem Leid und Unrecht verbunden. Und lange Zeit war dieses Kapitel westdeutscher Nachkriegsgeschichte Tabu“, sagt Petra Hinz, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Essen. „Die SPD-Bundestagsfraktion hat auf eine Entscheidung des Bundeskabinetts, die Mittel für den Fonds „Heimerziehung West“ aufzustocken, gedrungen. Der Beschluss ist ein wichtiges Signal an die Betroffenen – auch Menschen aus unserer Stadt Essen sind Leidtragende“, sagt Petra Hinz, MdB, und fügt hinzu: „Die Betroffenen sollen wissen, dass sie nicht allein und vergessen sind. Im Gegenteil: Jeder hat ein Anrecht, die Unterstützung zu bekommen, die er benötigt.“
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