Piepmätze zählen: Stunde der Gartenvögel steht wieder an

Anzeige
Sie schlafen sogar beim Fliegen: Mauersegler verbringen fast ihr ganzes Leben in der Luft. (Foto: nabu/Fotonatur)
Über möglichst viele Mitzähler auch aus Essen freut sich der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und ruft vom 9. bis 12. Mai Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel in ihrem Garten, vom Balkon aus oder im Park zu beobachten, zu zählen und für eine gemeinsame Auswertung zu melden.

„Wir sind gespannt, wie unsere Gartenvögel den langen Winter überstanden haben. Jetzt im Mai haben sich wieder alle Brutvögel in unserer Umgebung eingefunden, um Nester zu bauen und ihre Jungen aufzuziehen. Mit Spannung erwarten wir, ob der Haussperling weiterhin der häufigste Gartenvogel bleibt und wie sich die zuletzt abnehmenden Amselbestände entwickelt haben“, sagte NABU-Vogelexperte Lars Lachmann.

In diesem Jahr findet die „Stunde der Gartenvögel“ zum neunten Mal statt. Mehr als 40.000 Vogelfreunde hatten 2012 mitgemacht und insgesamt rund 940.000 Vögel aus über 200 Arten beobachtet und gemeldet. Die häufigsten waren neben dem Haussperling die Amsel, Kohlmeise und Blaumeise. „Insbesondere kleinere bei uns überwinternde Arten, wie Blaumeisen oder Zaunkönige, könnten durch den harten Spätwinter Bestandseinbrüche erlitten haben. Ob dies der Fall ist, und wenn ja in welchen Teilen Deutschlands, wird uns die Stunde der Gartenvögel sagen. Klar ist, dass naturnah und vogelfreundlich gestaltete Gärten diesen Arten helfen können, sich wieder zu erholen“, ergänzte Lachmann.

Das Aktionswochenende folgt dem Prinzip der „Citizen Science“, der Forschung für Jedermann: Möglichst viele Menschen beobachten selbst, tragen die Beobachtungen zusammen und erstellen so eine umfassende Datensammlung. Je mehr Menschen daran teilnehmen, desto aussagekräftiger wird das Ergebnis. Von der Zählung versprechen sich Experten vor allem Hinweise zur Entwicklung der Bestände von „Allerweltsvögeln“ in Städten und Dörfern.

Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen Platz aus notieren die Teilnehmer von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die sie im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachten können. Diese Zahlen melden sie per Post (NABU, Stunde der Gartenvögel, 10469 Berlin), Telefon (kostenlose Rufnummer am 11. und 12. Mai jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157-115) oder am schnellsten per Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de. Unmittelbar nach der Eingabe werden die Daten auf interaktiven Karten online dargestellt. Auch die Ergebnisse der Vorjahre sind so abrufbar.
Den Teilnehmern winken Preise. Meldeschluss ist der 21. Mai.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.