Die Fichte hielt Einzug

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Pflanzten den Baum des Jahres: v.r.n.l. Oberbürgermeister Thomas Kufen, Allbau-Vorstand Dirk Miklikowski, Bezirksbürgermeister Helmut Kehlbreier, Allbau-Aufsichtsrat Uwe Kutzner und Rolf Fliß
Zum 23. Mal feierte die Allbau AG mit MieterInnen und Politikern die Pflanzung „Baum des Jahres“ – und zwar im Rahmen eines Nachbarschaftsfestes. Ort des Geschehens war in diesem Jahr der Wohnpark rund um den Mitzmannweg in Bochold. Hunderte Erwachsene und Kinder kamen zu Spiel und Spaß und erlebten, wie Oberbürgermeister Thomas Kufen, Allbau-Vorstand Dirk Miklikowski, stellv. Allbau-AR-Vorsitzender Uwe Kutzner, Bezirksbürgermeister Helmut Kehlbreier und Ratsherr Rolf Fliß zur Tat schritten und - traditionell mit Schüppe - eine Fichte, dem Baum des Jahres 2017, einen neuen Lebenspunkt setzten. „Mit dieser alljährlichen Aktion bringen wir zum Ausdruck, wie wichtig für die Allbau AG das Grünflächenmanagement ist. Rund 13.500 Bäume haben wir bis jetzt in unserem Wohnungsbestand gepflanzt und jeder einzelne steht für ein Stück Lebensqualität in Essen“, erläuterte Dirk Miklikowski in seiner Ansprache. Die Allbau AG pflanzt in Essen mehr als 50 neue Bäume pro Jahr.

Oberbürgermeister Thomas Kufen freut sich über die alljährliche Aktion des kommunalen Wohnungsunternehmens: „Essen als Grüne Hauptstadt Europas 2017 noch grüner zu machen: Das ist ein Ziel, das wir uns gesetzt haben. Der Baum, der heute gepflanzt wurde, bringt uns diesem Ziel ein Stückchen näher. Vielen Dank an die Allbau AG für das grüne Engagement.“

Die Entscheidung für die Fichte als Nachfolger der Winter-Linde, dem Baum des Jahres 2016, fällte wie in jedem Jahr das Kuratorium „Baum des Jahres“. Da die Fichte normalerweise sich eher in kühlen Regionen wie Taiga oder auch ostdeutschen Mittelgebirgen und den Alpen zu Hause fühlt, gibt es nur wenige Gebiete in Deutschland, in denen die Fichte von Natur aus wirklich heimisch ist. Sie wäre – ohne Zutun des Menschen – eher eine regional sehr begrenzt vorkommende Waldbaumart, die es in den allermeisten Bundesländern gar nicht gäbe. Tatsächlich aber ist sie heute die zahlenmäßig stärkste Baumart in Deutschland. Sie ist in allen Bundesländern anzutreffen. Das liegt daran, dass es aufgrund wirtschaftlicher Aufschwünge umfangreiche Rodungen in den letzten Jahrhunderten gab und für die Wiederbewaldung nur wenige Waldbaumarten wie die Kiefer oder die Fichte gab.

Die Fichte kann ein Alter von über 400 Jahren erreichen und blüht im April und Mai, in Hochlagen manchmal auch erst im Juni. Das Holz ist relativ leicht, trotzdem recht fest und elastisch. Es eignet sich besonders gut als Bau- und Konstruktionsholz, als Möbelholz und auch als Rohstoff in der Papierindustrie. Auch bei den moderneren Holz-Verarbeitungsformen wie Press-, Span- und Sperrholzplatten wird im hohen Maße Fichtenholz verwendet. Doch das Holz der Fichte ist nicht nur für all diese industriellen Massenproduktionen geeignet. Es lässt sich auch im Kleinen sehr präzise und fein bearbeiten. Beste Beispiele sind die gedrechselten und geschnitzten Spielzeuge und Figuren oder auch die Verwendung von Fichtenholz als Klang- oder Tonholz bei der Herstellung von Musikinstrumenten (Klaviere, Cembalos, Harfen und Gitarren sowie vor allem Geigen). Das war schon so zu Antonio Stradivaris Zeiten. Die Nadeln der Fichten enthalten ätherische Öle, die bakterizid wirken. Sie werden bei Atemwegserkrankungen verwendet. Als Badezusatz wirken sie durchblutungsfördernd. Außerdem gehört die Fichte auch zu den wesentlichen Lieferanten von Waldhonig.

Wohnpark rund um den Mitzmannweg
Die Allbau AG hatte sich für die diesjährige Pflanzung den Wohnpark rund um den Mitzmannweg mit 265 Mietwohnungen ausgesucht, da sie in 2016/17 dieses Quartier mit einem Investitionsvolumen von rund 8 Mio. Euro modernisiert hatte. Das NRW-Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr hatte in besonderer Weise gefördert und es Essens größtem Wohnungsanbieter dadurch ermöglicht, die Mieten trotz aufwändiger Sanierung auf niedrigem Niveau zu halten. „Wir möchten die Menschen in unseren günstigen Wohnungen nicht von den energetischen Sanierungen ausschließen, die vielen unserer Kunden Einsparungen bei den Energiekosten ermöglichen“, so Dirk Miklikowski.

Heraus gekommen ist nun ein Quartier mit gedämmten Fassaden, teilweise neuen Fenstern, neuen Heizungen, Dächern und sanierten Balkonen. Nicht nur die Gebäude präsentieren sich optisch ansprechend in hellen Farben, auch die Außenanlagen wurden durch entsprechende Gestaltungen aufgewertet genauso wie auch die große Tiefgarage. „Nach den Sanierungen ist die Nachfrage nach Wohnungen in diesen Quartieren signifikant gestiegen“, berichtet Dirk Miklikowski.

Oberbürgermeister Thomas Kufen hob die ganzheitliche Vorgehensweise der Allbau AG hervor: „Sie hat hier nicht nur die bautechnische Seite betrachtet, sondern auch Faktoren mit einbezogen, die das Leben der Menschen in den Quartieren nachhaltig bestimmen.“ Dazu gehören etwas die barrierearme Gestaltung, das Sicherheitskonzept, ansprechende Außenanlagen und die Einbindung des Allbau-Sozialmanagements, das vor Ort zahlreiche Angebote macht und so dazu beiträgt, dass sich stabile und gute Nachbarschaften erhalten bzw. weiterentwickeln.
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