Shoppingrisiko Internet: Nutzer sind sich vieler Gefahren des Online-Handels nicht bewusst

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Trotz zunehmender Verbreitung und Präsenz sind sich viele Internetnutzer der zahlreichen Gefahren und Risiken beim Online-Shopping nicht in vollem Umfang bewusst. Foto: Müller

Unglaublich leicht, sehr angenehm: Mit gerade einmal einem Klick lassen sich im Internet schnell und mühelos die tollsten Produkte erstehen. Doch so einfach der Kauf ist, so groß kann die Enttäuschung hinterher sein. Sicherheitslücken, Fake-Shops und falsche Einschätzung der Rücklagen überschatten das gemütliche Shopping, obwohl sich durch wenige Ratschläge der meiste Trubel vermeiden lässt.

Wer kennt ihn nicht: Den entspannten Abend an der Tastatur, das Objekt der Begierde einen Mausklick entfernt. Für Uninitiierte birgt der Onlinehandel jedoch die eine oder andere Gefahr. Ein erstes Risiko entsteht, wenn man beim Einkauf nicht auf das eigene Konto achtet. Schnell kann man wegen fehlender Übersicht durch den Kauf vieler Produkte in die Schuldenfalle rutschen. Zudem können Sicherheitslücken des Betriebssystems, der Seite oder des Browser ungewünscht vertrauliche Informationen über die Person oder das eigene Konto preisgeben.
Weite Verbreitung haben inzwischen auch verschiedene „Abzocke-Methoden“. Das kann ein falsch ausgewiesener Preis oder auch ein gefälschtes Produkt sein, wie Thomas Bradler von der Verbraucherzentrale NRW verrät: „Den Verkäufer erreicht dann entweder gar keine oder gefälschte Markenware.“

Gesetzesänderung im Juni

Ab dem 13. Juni soll ein neues Gesetz für Verbesserungen sorgen. Dieses basiert auf EU-Richtlinien, die einen Handel über die Landesgrenzen hinaus erleichtern sollen, aber in ihrem Kern nicht gegen Abzocke im Internet gerichtet sind. Ein Vorteil für den Nutzer ist, dass die Onlineläden künftig Informationen deutlicher machen müssen, bestätigt Bradler: „Die neue Informationspflicht hilt dabei, dass der Nutzer nicht die Katze im Sack kauft.“ Neben Widerrufsrecht und Transparenz ändert sich für den Verbraucher leider wenig.
Viele der Fallstricke lassen sich allerdings relativ einfach umgehen: Zunächst sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass der Kauf-Klick einen für beide Seiten wirksamen Kaufvertrag darstellt. Die Bezahlung per Rechnung ist dabei anderen Varianten vorzuziehen, weil man so genug Gelegenheit hat, das Produkt nach etwaigen Mängeln zu untersuchen. Hier muss der Käufer trotzdem aufpassen, nicht das eigene Budget zu überschreiten - schließlich ist man beim Amazon-Surfen gedanklich selten bei den schwarzen Zahlen.
Die Seite selbst oder die Bewertungen der Verkäufer geben Hinweis auf die Vertrauenswürdigkeit beim Kauf. Vertrauensvolle Nutzer haben meist Bewertungen von über 96 Prozent und viele eingetragene Internetshops können ein Gütesiegel vom TÜV oder als trusted shop vorweisen. Alternativ kann man den Internetladen in Kombination mit dem Wort „Abzocke“ durch Google hetzen. Die einfachste Regel - Aufmerksamkeit statt Schnäppchenwahn - bringt Thomas Bradler auf den Punkt: „Man sollte bei einem Kauf nicht nur auf den Preis gucken - sonst ist man schon mit einem Bein in der Fake-Shop-Falle.“

Ansprechpartner in Essen

Möchte man sich vorsorglich weiter informieren oder wurde Opfer eines Internet-Betrugs, sind sowohl die Verbraucherzentrale als auch der Verein Schuldnerhilfe Essen e.V. nahe Ansprechpartner.
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Heiko Müller aus Dortmund-City | 21.05.2014 | 11:59  
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